Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1845-03-01 · Heft 3 (März 1845) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2554541-2554542-2554546--00056-2555822
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

48 Richtung noch fiir zu jung Haltes aber die Berechtigung dazu (hört!) besitzen die neuen Gottesgelehrten eben so gut wie die alten." Herr Df. H., das lügen Sie der Gemeinde vor! Kein Talmudist, kein Rabbine hat bisher gewagt, ein biblisches Gebot anzutastm. Sie haben Me Gottes Gebote stehen lassen und nur Satzungen hinzngefugt. Das Opfer aber ist, wie bekannt, durch dm Herm selbst mittelst der Zerstörung des Tempels aufgehoben worden, und Gebote, welche lediglich auf das Land Palästina Bezug hattm, mußten von selbst Wegfällen, als Israel nicht mehr in Palästina wohnte. Sonst ist von göttlichen Geboten nichts aufgehoben worden. Herr Dr. H., Sie stützen also Ihr vermeintliches Aufhebnngsrecht auf eine steche Lüge. Wagen Sie etwa, wie es scheint, auch die Beschneidung und den Sabbath anzurührm, die der Herr seinem Volke zum ewigen Bunde gegeben hat, wie es klar und deutlich zu lesen ist: 1 Mose 17, 8—18 und 2 Mose 31, 16? Das hieße dm Herm verwerfen! Wir können auch m diesen Blättern dem Bundesvolk des Herrn, das er wie seinen Augapfel behütet hat, keinen bessern Dimst erweisen, als daß wir ihm dm Sadduräismus seiner jetzigen Rabbinm aufdeckm. Israel! laß dir dein theures Gvttcswort nicht nehmen; es ist der Gmnd und Bodm, auf welchem du bisher fest und sicher gestanden hast. Die Rabbinm, die um ihrer Emancipationsträume willen, wie Di-. H., Mosen, Christum und Muhamed, unter eine Kappe stecken, bringen dir statt des Heils nur Unheil; sie rauben dir deinen Jehova. Dr. H. aber möge sich schämen, daß er (Dax. 27) die allgemeine (??) Ueberzeugung eines Jahrhunderts der göttlichen Offenbarung gleich stellt, und das klare Wort des ehrlichen Mendelssohn ein unKares zu nennen wagt: „Gott hat durch Offenbarung seine Gesetze gegeben, und sie find unabänderlich, bis er sie durch eine neue Offenbarung zurücknimmt." Ja! das ist je gewißlich wahr. Berichtigung: No. 2., Seite 19., Zeile 14 von oben muß eS heißen: Seite 230 — 237, statt Seite 30 — 37. Dieß Blatt erscheint monatlich in einem Bogm und kostet der Jahrgang 15 Sgr. Bestellungm nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. Gedruckt und in Lemniisjion de! Trowitzsch und Sohn in Franksntt a. d. O.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.