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Dibre Emeth · 1845-03-01 · Heft 3 (März 1845) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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43 Menschen von Gott und ihrem Berhältniß zu ihm." Zu Anfang dieses Satzes verwirft Di*. H. die Glaubenssätze als eine Schülknabensache, und doch giebt er am Ende desselben Satzes zu, daß nicht jede, sondern nur eine richtige Ansicht der Menschen von Gott und ihrem | Verhältniß zu ihm das Heil bewirken könne. Welche Ansicht die richtige sei, das sagt uns Dr. H. nicht, und hätte er es sagen wollen, so würde er selbst genöthigt gewesen sein, nach Schulknabenart Glaubms- A sätze aufzusagen. Dr. H. wird doch keinem vernünftigen Menschen ein- { reden wollen, daß mit der allgemeinen Ueberzeugung: „ein Gott habe! uns Alle geschaffen," das richtige Lebensverhältniß zwischen den Men- : schen und Gott von selbst schon gegeben sei. Um dieses festzustellen, werden viele Dinge außer der Einheit Gottes zu bedenken und zu be-; sprechen sein. Wenn ich einen Menschen lieben soll, so gmügt doch hierzu nicht die Ueberzeugung, daß er ein Mensch und nicht ein Stein J ist; die Erkenntniß seines innern Wesens und Lebens bedingt hanpt- '{ sächlich meine Liebe zu ihm. Eben so hat die Ueberzeugungdaß ein Gott ist, dem alle Menschen das Leben verdanken, keinen wesentlichen Einfluß ans meine Liebe zu Gott. Die Ansichten von der Sünde des Menschen, von dem Verhältniß des Sünders zur göttlichen Gerechtigkeit und Gnade, bedingen und bestimmen wesentlich, wie Jedem die eigene Erfahrung lehrt, die Liebe des Menschen zu Gott und zu stinen Brüdern. Wie will nun aber Dr. H. in diesen Dingen ohne Glaubenssätze durchkommen? Er setzt dies Alles als sich von selbst verstehend voraus, und diese Voraussetzung, daß auf den Glauben nichts ankomme, ist eine Voraussetzungslosigkeit, welche, statt Ein- 5 heit zu bewirken, der Verwirrung die Krone auffetzt. Dr. H. bekennt \ sich unverholen zu dem Grundsatz der elenden, nun abgelebten Anfklärerei: Wir glauben All' an einen Gott, Christ, Jude, Hürk' und Hottenwtt'. Das sollte er ehrlich eingestehn und nicht seinen Unglauben mit Schriststellen und Behauptungen verdecken, durch welche mit Unkundige sich täuschen lassen. Die Wahrheit ist, daß Dr. H. die Schriftsteller des J alten Bundes für Schulknaben erklärt , denn er wird es nicht läugnen | können, daß folgende Stellen des, A. T. nicht bei der Ueberzmgung

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