Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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von ihnen schmeicheln und schmeichelt ihnen wieder. Am wdhlsten suhle ich mich noch in der Gesellschaft einiger weniger Christen, welche ich kennen gelernt, deren Sinn und Lebenswandel von dem der meisten Christen sehr abweicht. Wie Du Dir nun leicht denken kannst, stimme ich mit denselben nicht überein in ihrer hohm Verehrung Zesu, die aber dem Neuen Testamente ganz gemäß ist, ja ich muß gestehen, daß diese, und namentlich das Bestreben Einzelner, auch mir dieselbe aufzudrängen, mir manchmal lästig gewesen ist; aber doch fühle ich einen gewissen Zug zu diesen Leuten. Sie sind hier die einzigen, bei welchen ich noch eine aufrichtige Anerkennung der Göttlichkeit der Bibel und namentlich auch eine hohe Achtung vor dem A. T. gefunden habe. Daher spricht man denn auch gern von Gottes Wort, und wir lesen manchmal zusammen im A. T. Und, was noch wichtiger ist, ich nehme bei dm Meisten das auftichttge Bestreben wahr, dem Worte Gottes, wie sie es verstehen, auch gehorsam zu sein, und Me seine Gebote zu erfüllen; und in diesem Sweben treffen wir zusammen, wenn auch jeder auf seine Weise es zu erreichen sucht. Uebrigens halte ich mich fleißig an meine Bücher, um die Zeit meines Hierseins recht zu benutzen; und unter dem Smdiren vergesse ich manchmal des Schmerzes, der mein Herz erfüllt und der auch jetzt zu neuen Ergüssen meiner Klage mich sortreißea will. Doch ich habe schon zu ausführlich mich ausgesprochm und will schließen. Ich habe das Bettrauen zu Deiner Freundschaft, daß Du mir Deine Theilnahme nicht versagst und baldigst antwortest Deinem David.