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Dibre Emeth · 1845-02-01 · Heft 2 (Februar 1845) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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31 die Welt (sic) alle Morgen, weil unermeßlich die Gottestreue. Jeder Katechnmen weiß, daß hier von der Barmherzigkeit die Rede. Die Güte deS Herrn ist, daß wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. — Mit Unwillen möchten wir uns hier von solchem Lehrer abwenden, wenn wir nicht wüßten, daß er aus einer Schule kommt, in welcher das Wort sich solche Auslegung durchweg gefallen lassen muß. Er geht nun zum Menschen über, der unbegreiflicher Weist ganz außerhalb der Natur des Hrn. vr. M. steht. „Der Mensch aber, der „Mensch ist groß im Schaffen, größer aber im Zerstören. Und wie „viel leichter schützet sich der Mensch gegen di« Kraft des blinden Ele- „mcnts, als er sich schützt gegen de» Menschen. Den Blitzableiter hat „dir dieselbe Natur gegeben, die den Blitz sendet. Sie vollfichrt ihre „Sendung und hat nichts dagegen, wenn du dich wahrst. Aber giebt „dir der Dieb das Schloß, das er erbricht? (Gar zu naiv! und auch „gar zu tief!) Und wo ist die Nöthignng zu seinem Diebstahl? Und „ist dein Verlust nicht Bedingung zu seinem Bubenstücke? Was du „errichtest zum Schutze gegen Feuer und Wasser und Einfluß der Lust, „adelt dich und tadelt nicht die Natt». Was du aber zum Schutze „errichtest gegen den Menschen, das bricht allemal den Stab über den „Menschen.— Doch es ist nun einmal so; die Menschen sind nicht „gleich geartet, gebe» sich verschiedene Richtungen, (das Stehlen ist eine „Richtung, die der Mensch sich giebt!) wir Wissens und sind leider „darauf gefaßt. Darum haben Menschen Städte geballt, Mauem gezo- „gen, Grenzen gesteckt und haben Vereine gebildet der Völker und „Stämme, um ihre Interessen zu wahren." Wer erwartet wohl diesen Uebergang? Der Redner will darthnn den Fluch der getheilten Kraft. Er schildert den Menschen, der sich anr Eigenthum des andem vergreist, und den, der sich vor ihm schützt, und theilt diesem Bestreben, sich zu schützen vor dem Bösen, die Erfindung von Städten und Vereinen zu; ja er geräth auf ein ganz anderes Terrain durch den Vers, den er bei dieser Gelegenheit anführt. Ps. 133, 1. — Es ermüdet, weiter einzugehcu in diese Rede, und ist auch nicht nöthig. So wie diese beiden Proben sind, so ist die ganze Rede. Der, zweite Theil derselben geht eben so wenig auf den Text ein; er flattert überall umher, am Ster-

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