Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1845)
- Date
- 1845-02-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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nenhimmel, „wo der Mensch lesm kann. Die Ordnung schuf nur eine „einzige Hand, nur Einer hat daS Ganze hingestellt, und dämm ist „es so stark in sich, und wo der Mensch stark ist, ist er es nur durch „Einigkeit. Einigkeit, hat der Geschichte das Große und Unsterbliche „von Menschen überliefert. Einigkeit hat der Wissenschaft Erfolg gege- „ben, sie hat die Sittlichkeit geweiht, sie läßt dit Weisheit so kräftig „predigen, giebt der Gerechtigkeit Gesetze und Wirkung, der Gottesfurcht „den Altar, Kunst ist ihr Werk; die verschönerte Erde; der ausgemes- „sene Himmel; die Werke, die hoch zu chm ragen; Alles, Alles hat „in der Einigkeit Gmnd und Bedingung." — Unwillkührlich fällt sicher jedem Leser der Thurmbau zu Babel ein, berat das ist die Einigkeit, die der Autor hier riihmt, „der Werke, die hoch zu chm ragen." — Anstatt — das ist das Verwerflichste— den Text, und die Geschichte, die vorliegt, anzusehen, geräth der Redner auf allerlei Fremdartiges, fuhrt im ersten Thcil — und noch dazu von chm nicht verstanden — eine Stelle aus Schillers Tcll an: „Er „ist mein Widerpart, der um ein altes Erbstück mit mir rechtet, wir „sind Feinde vor Gericht, hier sind wir es nicht!" — Hier hast du, Israel, die Träber, denn wir würden uns hüten, anderswoher als aus der Schrift selber uusrre Belege herbeizubringen, und du, Israel, läßt dir solches gefallen? Im zweiten Theile bringt der Redner die bekannte griechische Erzählung von dem Bündel Stäbe, das der Vater sterbend seinen Söhnen reicht; wozu Alles dies bei dem Reichthum des Wortes? Wollten wir dir jetzt den reichen Text, den du mißbratichtest, verhalten, oder vielmehr wolltest du auf uns hören, so würden wir dir zeigen, wo der Friede, den du anräthst, zu finde» ist, und wie er namentlich im Testamente des Patriarchen den Söhneit Jacobs immer wieder verheißen und gepredigt wird. — Aber, aber weil Israels Verstand verfinstert ist, und sie entfremdet sind von dem Leben, das mts Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens, so ist ihnen schwer beizukommen. Arme, bedaueniswerthe Juden- Gemeinde in Stettin, wie wirst du doch alle Sabbathe betrogen um das Wort, das dir aus Gnaden Noch verblieben ist, wie ist aber das eben deine Strafe, daß dir eben dies Wort fortzenommen wird, daß du es nicht lernest und verstehest, sondern allerhand Menschenfiindlein, das dir nimmer zum Frieden verhelfen wird. Dieß Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 15 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. Kedrmtt und in Ceimnissi»» sei Lrowitzsch und Sehn in Frankfurt a. d. £>■