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Dibre Emeth · 1845-02-01 · Heft 2 (Februar 1845) · page 14

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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30 digc, was euch begegnen wird in künftigen Zeiten; 2) versammelt «ich nnd hört ihr Söhne Jacobs, und hört zu dem Israel, eurem Vater. Es ist ganz natürlich, und das einzige Logische in dieser Rede, daß der Text alsbald verlasse» wird, denn in jenem 2ten Verse finden wir für das Thema nicht den mindesten Anschließungspunkt. Und so schweift denn der Redner überall umher, ohne Grund und Boden in jeder Beziehung. Wir wollen versuchen ihm nachzugehen, und man möge es uns nicht verargen, wenn wir nicht bei allen Ungereimcheiten stehen bleiben, und nur hin und wieder, wahrlich mit einem trauernden Herzen, voll von Schmerz über das Schicksal einer solche» Gemeine, die, dem verlorenen Sohne gleich, sich mit Trübem füttern läßt, — die besser gesinntm Israeliten, die uns hören wollen, aufmerksam maichen auf das Unhaltbare und Verworrene dieses Menschen- Geistes. — Er beginnt mit einer Schilderung des Kampfes in der Natrrr, — um dm Fluch der getheilten Kraft zu zeigen. — „Wenn „ihr hinausgeht in die weite, schöne Erde, und ihr begegnet dm trauern- „den Ueberresten vergangener Größe und Schöne, nnd euch fragt: wer „hat gebrochm den kräftigen Stamm, der ehemals trug die blühende ,Mone, die Fülle süßer Frucht? Wer hat hcrabgcstiirtzt den stolzen „Bau, der hoch ragte, ein Denkmal kühner, ausdauernder Kraft? Wer „hat es gethan? Der Streit hat es gcthan, der Kampf der Elemente „öder der Menschen. Nun, hat die Natur es gethan, so ist nichts zu „vergeben, weil nichts verbrochen ist, sie ist heilig; (Hört!) was sie „allein durch sich zerstört, ersetzt sie reichlich wieder. Sie mußte. Sie „gehorcht dem Gesetze der Allmacht. Wo aber Menschen kämpfen und „zerstörm, da kann auf der einen Seite nur ein leidiges Recht wohnen, „auf der andern aber muß ein schreimdes Unrecht wohnen, und da „wohnt es auch. Groß aber ist die Natur im Zerstören, größer jedoch „noch im Erschaffm; Bestehen ist ja eine ewige Schöpfung." Offenbar hat der Hr. Rabbiner die Natur ensschuldigt, ja sie ist so gut bei ihm durchgekommen, daß sie eigentlich als Schöpfer angebetet werden müßte, ja er beginnt schon mit der Naturvergöttemng, denn nach Art der Schristverdrehung und des Gebrauches des Schristwortes zum Belege seiner Wahrheit führt er Threni 3, 23. an: D’HpIlS und erkühnt sich diese Worte zu übersetzen, neue ist

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