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Dibre Emeth · 1845-02-01 · Heft 2 (Februar 1845) · page 10

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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26 nicht von Christo und seinen Aposteln zu behaupten wagen, die ja doch auch Zuden waren. Nun, und was lehren denn diese? Etwa nicht die Dreieinigkeit? Allerdings, und zwar berufen sie sich, wie bei allen ihren Lehren, so auch bei dieser, stets auf das A. T. und begründen sie aus demselben. Und vergleicht man die Ausdrücke und Redensarten, welcher sich die Apostel, und namentlich der Apostel Paulus, zur Bezeichnung der göttlichm Natur in Christo bedienen, mit denen, welche die Rabbinm gebrauchm, um dm Engel Gottes als ein höheres, göttliches Wesen zu bezeichnen, so muß man nothgedrungm annehmen, daß die Lehre von der Gottheit des Engels Zehovahs schon zur Apostel Zeit gerade so und in derselben Art und Weise bekannt war, wie sie im Thalmud und in mehren rabbinischen und kabbalistischen Schriften gelehrt wird. Dmn wir finden bei Paulus, der, beiläufig gesagt, ein Pharisäer und Schristgelehrter war, fast dieselbm Ausdrücke wie bei dm Rabbinm, natürlich mit dem Unterschiede, daß er das, was die Rabbinm auf dm Engel Zehovahs beziehen, auf Christum anwendet. So nennt er z. B. Col. 1, 15. Christum „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, dm Erstgebomm aller Kreatur," und Hebr. 1, 3. „den Abglanz seiner Herrlichkeit, und das Ebmbild (Charakter) seines Wesens." Und Eph. 1. 21. sagt er, daß Gott ihn gesetzt habe „über alle Fürstenthümer, Gewalt, Macht, Herrschaft Md Alles, was gmannt mag werdm, nicht allein in dieser Welt, sondem auch in der zukünftigen; und hat alle Dinge unter seine Füße gethan." Wer erkennt hier nicht sogleich die Ausdrücke der Rabbinm wieder? Aus dieser Uebereinstimmung des Zudmthums und Christmthums in der Lehre von der Dreieinigkeit Gottes ergiebt sich nun aber von selbst, welche Bewandniß es hat mit der Behauptung des Hm. vr. Saalschutz, daß „das Zudmthum nach der Schristlehre keine Mysterien anerkenne, und auch nicht denjenigen Begriff des Glaubms habe, wie er sich im Christmthume herausgebildet hat." Das Geheimniß von der Dreieinigkeit Gottes wenigstens haben wir nicht nur im A. T., sondem auch selbst im rabbinischen Zudmthume begründet gefundm, und daher wird auch das Juden-

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