Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1845)
- Date
- 1845-02-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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23 auch seine Ewigkeit bezeichnet. Denn ist er der Geist der Heiligkeit Gottech so muß er, wie die Heiligkeit Gottes selbst ewig, das ist, ohne Anfang und ohne Ende ist, ebenfalls ewig oder ohne Anfang und ohne Ende sein. Denn wäre er das nicht, so würde er auch nicht Geist der Heiligkeit Gottes genannt werden können. Zes. 40, 13. wird ihm auch Allwissenheit zugeschrieben. Es heißt in dieser Stelle: „Wer unterrichtet den Geist des Herrn, und welcher Rachgeber unterweiset ihn?" Und nach Ps. 139, 7. 8. ist er allgegenwärtig. David sagt daselbst: „Wo soll ich hingehen vor deinem Geist? Und wo soll ich hinfiiehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir iu die Hölle, siehe, so bist du auch da." Hier nun wird der Geist Gottes mit Gott und mit seinem Angesichte aufs engste verbunden, und eben so wie Gott als allgegenwärttg dargestellt; das aber kann doch von keinem erschaffenen Wesen gesagt werden. Steht es nun aber fest, daß der Geist Gottes kein erschaffenes, sondern ein unerschaffenes, göttliches Wesen ist, so fragt es sich nur, in welchem Verhältnisse er dann überhaupt zu Gott steht? Biellcicht haben wir unter dem Geiste Gottes gar keine besondere Persönlichkeit zu verstehen, sondern Geist Gottes gleichbedeutend mit Gott selbst zu nehmen? Doch das geht nicht. Denn dann könnte nicht von dem Geiste Gottes gesagt werden, daß Gon ihn giebt oder aus gießt, Neh. 9, 20. Zes. 63, 11. Hes. 37, 14., 39, 29. Zoel 3, 1. 2. Denn dadurch wird ja der Gegebene von dem Gebenden, und der Ausgegossene von dem Ausgießenden aufs bestimmteste unterschieden und als eine besondere Persönlichkeit bezeichnet. Zst nun aber der Geist Gottes verschieden von Gott und doch ein göttliches Wesen, so wird sein Berhälmiß zu Gott kein anderes sein können, als das des Engels Zehovahs, das heißt, er muß eben so, wie der Engel Gottes, von Ewigkeit her des göttlichen Wesens theilhaftig und mit Gott eins sein. Denn es können nicht drei Götter sein, sondern es muß ein Gott sein; in diesem einen göttlichen Wesen aber sind drei Personen.