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Dibre Emeth · 1845-01-01 · Heft 1 (Januar 1845) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 1 (Januar 1845)
Date
1845-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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auch selbst in jeder Beziehung von ihnen unterschieden sein will. Er tritt stets auf nicht als ein Engel, sondern als der Engel Gottes; diese Benennung ist ein Eigenname und bezeichnet ihn daher auch als einen, von allen andern verschiedenen Engel. Dieß wird besonders klar, wenn wir 2. Mos. 23, 20 mit Capitel 33, 2 ff. vergleichen. An ersterem Orte sagt der Herr, er wolle einen Engel vor Israel hersenden, in welchem sein Name sei, und Moses wie das Volk sind damit ganz zuftieden. Am andem Orte aber sagt er bloß, er wolle einen Engel senden, und das Volk wie Moses sind über diese Botschaft ganz traurig, ja untröstlich, und beruhigen sich auch dann erst wieder, als der Herr diese Drohung zurück nimmt, und ihnen die Verheißung giebt, daß sein Angesicht mitgehen und ihr Leiter sein solle. Daraus sehen wir, daß Israel selbst einen gar großen Unterschied machte zwischen dem Engel des Herrn und den gewöhnlichen Engeln, uud daß Moses wie das Volk in jenem ein höheres, göttliches Wesen erkannten, auf das sie eben so ihre Hoffnung und ihr Vertrauen setzen konnten, wie auf Gott selbst. Endlich spricht auch noch aufs entschiedenste gegen die Meinung der Umstand, daß dieser Engel nicht bloß von denen, welchen er erschien, als Gott erkannt und gefürchtet wurde, sondem auch sich selbst geradezu Gott und Zehovah nennt, wie wir bei verschiedenen der angeführten Stellen gesehen haben, womit, wäre er ein bloßer Engel oder Gesandter Gottes gewesm, er unstreitig Gott gelästert hätte. Ein bloßer gewöhnlicher und erschaffener Engel kann er also nicht gewesen sein, das ist klar. cFortsetzung folgt.) M i 11 he t l ii it g. Bei der vom 12. bis 19. Zum v. Z. in Braunschweig gehaltenen Rabbinenversammlung wurde unter andern auch die Frage gestellt: ob und in wie weit die hebräische Sprache bei dem Gottesdienst« nothwendig, und, wenn auch nicht nothwendig, doch vorerst noch rathsam erscheint unter den israelitischen Gemeinden des deutschen Vaterlandes? Die meisten der anwesenden Herrn Rabbiner sprachen sich gegen die Beibehaltung der hebräischen Sprache aus, wichen aber darin von einander ab, wie weit man in dieser Reform gehen solle, ob die hebräische Sprache für alle Gebete abgeschafft, oder ob sie für einzelne beibehalten werden solle, und ob überhaupt schon die Zeit zu einer solchen Reform vorhanden sei.. Die Frage wurde, wie es gleich anfangs beantragt war» einer Commission zur Vorbereitung auf die nächste Rabbinenversammlung überwiesen. . Wir wollen hier in keinerlei Weise unsere Meinung über diese Frage aussprechen, sondern derselben eine Thatsache entgegenstellen, aus der es sich ergiebt, wie ein Lheil der Christen diese Angelegenheit betrachtet.

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