Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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u erschienen sei. Auf die Frage, ob er ihnen oder ihren Feindm angehöre, erhielt Zosua die Antwort: „Nein, sondern ich bin der Fürst Zchovahs und bin jetzt gekommen." Als nnn Zosua daS hört, fällt er nieder auf fein Angesicht, betet an und erbittet sich Befehle von ihm, und erhält vor allen Dingen den Befehl, die Schuhe auszuziehen, weil der Ort, auf dem er stehe, ein heiliger Ort sei. Dieser Heeresfürst Zehovahs kann kein anderer sein, als der Engel Gottes, wie dieß daraus hervorgeht, daß er sich dieselbe göttliche Ehre beilegt, wie der Engel des Herrn, der Moses im feurigen Busche erschien und den Befehl ertheilte, sein Bolk aus Egypten zu führen. Aus allen diesen Stellen geht nun auf das Bestimmteste hervor, daß dem Engel Gottes oder Zchovahs göttliche Werke und Eigenschaften beigelegt werden, und in einigen wird er selbst mit dem höchsten Namen Gottes, der schon seiner Bedeutung nach keinem erschaffenen Wesen beigelegt werden kann, Zehovah genannt, und er muß demnach mit Gott gleiches Wesens sein. Kann nun dieß nicht geleugnet werden, so fragt es sich nur, wie wir uns das Berhältniß beider, Gottes und seines Engels, zu einander zu denken haben. Biele von den Auslegern sind der Meinung — der wohl auch die meisten neueren Zuden beitteten möchten —, daß dieser Engel ein gewöhnlicher, erschaffener Engel sei, und rede und handele nur deswegen wie Gott selbst, weil er stets als Gesandter Gottes — wie dieß ja schon sein Name „Engel," das ist Gesandter, bezeichne, — auftrete und gleichsam Gottes Stellvertreter sei, in welcher Eigenschaft dann natürlich seine Person ganz zurücktrete und gar nicht in Bettacht käme. Allein zunächst müssen wir darauf erwiedern, daß in der ganzm heiligen Schrift kein entscheidendes Beispiel vorkommt, wo ein Gesandter seine Person so zurücktteten ließe, daß er redete, wie der, welcher ihn geendet; immer schicken die Gesandten dm Namen des Sendmden voraus, um anzuzeigen, daß sie eben nicht in ihrem eigmen Namen gekommen sind und redm, sondern im Aufttage eines Andern- Höheren, als sie. Dan» spricht aber auch gegen diese Meinung noch besonders der Umstand, daß dttfrrEngel von aklm andere« Engeln unterschWm wird/ und