Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Busche und befiehlt ihm, nicht hinzuzunahen, weil der Ort ein heiliger Ott sei, und kündigt sich ihm zugleich an als dm Gott seiner Bäter, Abrahams, Isaaks und Jacobs; und Moses verhüllt sein Angesicht, weil er sich fürchtet, Gott anzuschauen. Also auch hier werden Gott und der Engel Gottes ebenfalls wieder ganz gleich gestellt, wie auch Moses in dem Engel des Herrn den lebendigen Gott erkmnt. Die wichtigste von allen Stellen, in welchen der Engel des Herrn genannt wird, ist nun aber wohl 2 Mos. 23 , 20. 21. Dort nämlich spricht der Herr zu seinem Volke Israel: „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich auf dem Wege behüte und dich an den Ort bringe, den ich dir bereitet habe. Darum hüte dich vor seinem Angesichte und gehorche seiner Sttmme, und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben, den mein Name ist in ihm." Der Herr verlangt also von seinem Volke eben solchen Gehorsam gegen diesen Engel, wie gegen sich selbst, und legt ihm die Macht und das Recht bei, Sünden zu vergeben und Sünden zu behalten, eine Macht und ein Recht, die von Seiten Gottes keinem erschaffenen Wesen zugestanden werden können, wmn er nicht mit sich selbst in Widerspruch gerathen will; denn damit würde er ja seinen Ruhm einem Andern geben, oder doch wenigstens mit einem Andern theilen, und somit auch geradezu dem widersprechen, was er Zes. 42, 8 sagt : „Ich bin der Herr (Iehovah), das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem Andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen." Und daß hier wirklich nicht von einem gewöhnlichen, erschaffenen Engel die Rede ist, geht auch auf's Bestimmteste aus Kap. 32, 34 und 33 14 ff. hervor. Am ersteren Orte sagt der Herr zu Moses, daß zur Sttafe dafür, daß sich das Volk ein Kalb gemacht habe, sein Engel vor ihm hergehen solle. Darüber nun ist das Volk sehr ttaurig und fast unttöstlich und weint bitterlich. Als nun aber der Herr auf die Fürbitte Moses für das Volk diese Drohung wieder zurücknimmt, und ihm in der andern Stelle verheißt, daß sein Angesicht mitgehen und Leiter sein soll, beruhigen sich beide wieder, Moses und das Volk. Wäre nun hier derselbe En-