Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Aber es ist nur schlimm, daß dieser Majestäts-Plural sonst nicht im A. T. vorkommt, und überhaupt in den morgenländischen Sprachen nicht gebräuchlich ist. Ueberall, wo sonst Gott redmd angeführt wird, heißt es immer: Ich, und nirgmds Wir. Mögrt Zhr Israeliten daher diese Stelle erklären, wie Ihr nur könnt, wir können nur die Mehrheit der Personen in Gott darin finden, und glauben auch, daß kein Unbefangener etwas anderes darin finden kann. Roch viel wichtiger für unfern Zweck sind jedoch diejenigen Stellen der heiligen Schrift, in welchen von dem Engel Gottes oder Jehovah's die Rede ist. Wir können uns natürlich hier nicht auf eine ausführliche Erklärung aller dieser Stellen einlassen, sondern müssen uns vielmehr nur auf einige Bemerkungen der wichtigsten von ihnen beschränken, bitten aber jeden aufrichtigen und nach Wahrheit forschenden Israeliten, sie in emstliche Erwägung zu ziehen und die Erklärung einiger ihrer Rabbinm zu beher- " zigen. Zuerst kommt dieser Engel bei der Flucht Hogar's, Serüis Magd, vor, 1 Mos. 16, 7 ff. Er findet die Hogar in der Wüste bei einem Wasserbrunnen, giebt ihr den Befehl, wieder zurück zu kehren, und sich unter die Hand ihrer Frau zu demüthigen, und verheißt ihr dann , ihrm Saamen zu mehren, daß er vor großer Menge mcht gezählt werden kann. Er legt sich demnach ein Werk bei, das keinem erschaffenen Wesen, sondern Gott allein zukommt. Die Hogar selbst erkannte auch in dem Engel, Gott; denn B. 13 heißt es: „Und sie nannte den Namen des Herm (Jehovah's), der mit ihr redete: Du Gott sichest mich." Als sie später von Abraham verstoßen wurde und mit dem Knaben Zsmael, ihrem Sohne, in der Wüste umherirrie, erschien ihr der Engel des Herrn zum zweiten Male, wo er sich dasselbe Werk, die Vermehrung ihrer Nachkommenschaft, beilegt, indem er ihr die Verheißung giebt, daß er den Knaben zum großen Volke machen wolle, Kap. 21, 17. 18. Er stellt sich hier also Gott ganz gleich, denn B. 13 sagt Gott zu Abraham, daß er den Zsmael zum Volke machm wolle. Nach Kapitel 22, 1. 2. erhält Abraham vo» Gott den Befiehl, seinen einzigen und geüebten Sohn