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Dibre Emeth · 1845-01-01 · Heft 1 (Januar 1845) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 1 (Januar 1845)
Date
1845-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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6 und die einer der Hauptartikel des christlichen Glaubens ist, wird fast allgemein von den Juden, als in der heiligen Schrift A. T. uicht begründet, geleugnet und zurückgewiesen, und zum Beweise der Ausspruch des Herrn 5 Mos. 6, 4 angeführt: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott." Hr. Dr. Saalschütz macht für das Recht der Juden noch geltend, daß das Zudrnthum nach der Schriftlehre keine Mysterien anerkenne, und auch nicht denjenigen Begriff des Glaubens habe, wie er sich im Christenchume herausgebildet hat. Wir wollen nun in die Sache näher eingehen und sehen, ob diese Meinung der Juden in der heiligen Schrift A. T. wirklich gegründet ist oder nicht. Was nun zunächst die angeführte Stelle 5 Mos. 6, 4 betrifft , so ist es wahrhaft zu bewundern und unbegreiflich, wie sie ein Israelit, und besonders ein gelehrter Israelit, bei dem man doch eine gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache voraussetzen, darf, zum Beweise gegen die Dreieinigkeit und für die reine Einheit Gottes, von der die Mehrheit der Personen ausgeschlossen werden soll, anführen kann. Diese Stelle besagt ja weiter nichts, als daß es nur Einen und nicht mehre Götter giebt, wie die Heiden glauben. Dieß nun aber glauben die Christen eben so von ganzem Herzen, wie die Juden, wie auch Hr. Di-. Saalschütz zugiebt, und wovon sich auch jeder Israelit leicht überzeugen kann, wenn er sich nur einigermaßen mit dem N. T. und der christlichen Lehre von Gott bekannt machen will. Man stützt sich aber dabei auf das Wort ecbad *) (eins). Allein dieß Wort beweist nichts gegen die Mehrheit der Personen in Gott; es schließt nur die Mehrheit der Götter aus. Es ist dieß Wort, wie dieß aus seinem mehr als tausendmaligen Gebrauche hervorgeht, ein reines Zahlwort und bedeutet stets nur Eins im Gegensätze zu mehren. Es wird daher dieß Wort auch nicht nur von einzelnen Personen und Sachen gebraucht, sondern auch von Gesammtheiten, welche aus mehren, ja aus unzähligen Personen und Dingen bestehen können, so bald sie nur als zusammen gehörig, als ein Ganzes bildend. •inx c

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