Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 sich die Juden gegen die Belehrungen der Geschichte stellen, und zwar über die Ursachen der Zerstörung ihres Staates, der Zerstreuung des Volkes, über die Leiden in der Verbannung, ihre Hoffnungen von der Zukunft. Polemik des neueren Zudenthums gegen das Christenthum, gegen die Dreieinigkeit, gegen die Gottheit des Messias, gegen die Versöhnungslehre, gegen den Anspruch des Christenthums, die Vollendung des Zudenthums zu sein. Mittheilungen und Notizen, z. B. über Jerusalem, selbst wichtige Missionsnachrichten aus heidnischen Ländern. Bei Behandlung dieser und ähnlicher Gegenstände werden wir rms stets streng an die heilige Schrift, als das Wort der Wahrheit, halten, wie wir auch keine andern Mittheilungen machen werden, als die wir auch verbürgen können. Wahrheit, das ist das große und herrliche Ziel, das wir uns gesteckt haben. Wir beginnen unser Unternehmen mit der Lehre von Gott. Dazu sind wir besonders veranlaßt worden durch die Schrift: „Zur Versöhnung der Confessionen, oder Judenthum und Christenthum in ihrem Stteit und Einklang," vom Hrn. Dr. Saalschutz, Prediger an der israelitischen Gemeinde zu Königsberg. Dieser Gelehrte behandelt Judenthum und Christenthum in den vier Hauptpunkten, der Gotteslehre, der Lehre vom Messias, dem Ceremonialgesetz und der Moral, und sucht nachzuweisen, worin Judenthum und Christenthum übereinstimmen und worin beide von einander abweichen. Wenn nun auch wir diese vier Hauptpunkte bettachten wollen und den Anfang mit der Lehre von Gott machen, so kann es natürlich nicht unsere Absicht sein, diese Lehre in ihrem ganzen Umfange und systematisch zu entwickeln, sondern wir wollen im Gegentheil nur auf diejenigen Punfte eingehen, in welchen nach der Meinung des Hrn. Dr. Saalschütz und der meisten Juden, Christenthum und Judenthum von einander abweichen sollen. Zu diesen aber gehört vor allen Dingen die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes. Diese Lehre, auf welche jeder Christ getauft wird,