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Nahalat tsevi · 1938-04-01 · Heft 7-9 (April 1938) · p. Seite 230

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 7-9 (April 1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 230 (sequence 72)
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30ג נ n מ י רז נ 3) Ich sprach zum Könige: Der König lebe ewig! Wie sollte nicht mein Aussehen traurig sein, da die Stadt, die Grabes- Stätte meiner Väter, verwüstet ist und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind! 4) Da sprach zu mir der König: Worauf geht denn deine Bitte? — Da flehte ich zum Gott des Himmels. — 5) Und ich sprach zum König: Wenn es dem König gefällt und wenn dein Knecht vor dir Wohlgefallen findet, so gestatte mir, daß ich gehe nach Judäa, in die Stadt der Gräber meiner Väter, daß ich sie aufbaue. 3) ואסר למלן* המלך לעולם ולויה מדוע לא־לרעו פני אשר העיר בירדקברות אבתי מרבה ושעריה אבלו באש: 4) ראמר לי המלך.על־סה־ ז;ה אתה מבקש ואהפלל אל־ אלהי השקים: 5) ואמר למלך אם־על־המלך טוב ואם־ ויטב עבדך לפניך אשר תשלחני אל־והודה אל־ עיר קברות אבתי ואבננה: ״Herzeleid״, kann aber auch wie in Sam. I. 17, 28 ״Herzenstücke“ bedeuten. Nehemia erschrickt bei diesem Worte. Nun muß er dem König sagen, welch tiefes Herzeleid ihn quält. V. 3. ״Der König lebe ewig!“ Diese übliche Einleitung einer Anrede an den König (vgl. Kön. I. 1, 31; Dan. 2, 4; 3, 9) hat hier nicht nur formelle, sondern im Hinblick auf den V. 2 angedeuteten Verdacht auch eine sachliche Bedeutung: Heilig ist mir das Leben des Königs. Mein Gewissen ist rein. Nur mein Aussehen ist verstört. Wie sollte es auch nicht? Verwüstet ist der Ort, wo die Gebeine meiner Väter ruhen — Nehemia weiß, daß eine Berufung auf die Heiligkeit des Grabes ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Am Anfang aller Beligionsgeschichte steht der Totenkult. V. 4—5. Nehemia hat sich in V. 3 etwas unklar ausgedrückt. Wohlweislich hat er die Gräber seiner Väter in den Vordergrund seiner Bitte geschoben. Der König weiß nicht recht, worauf er hinaus will. Liegt ihm bloß der Gräberkult am Herzen, oder schwebt ihm da״ irgend eine politische Aktion vor Augen? Was willst du eigentlich? Erkläre dich deutlicher! — Nehemia fühlt die Schicksalsschwere des Augenblicks, spricht leise ein kurzes Stoßgebet zu Gott, dann antwortet er zögernd, holt weit aus — אם על המלך טוב ואם 1ייטב וגו — bis er das entscheidende Wort יהודה spricht, ohne dabei eine nochmalige Betonung der Gräberstätte zu unterlassen: Um

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