Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1938-04-01 · Heft 7-9 (April 1938) · p. Seite 203

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 7-9 (April 1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 203 (sequence 45)
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2551369-2551424-2551427--2973-2554503
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ויש אשר אצורים לרןנר כסף למדת המלך שדחינו וכרמינו: 5) ועתה ככשר אחינו כשרנו ככניהם בנןנו והנה אנחנו כנשים אודבנינו ואת־כנקינו ולש מכנתינו נכבשות ןאין לאל ידנו ושדתינו וכךמינו ren! wir haben dementsprechend übersetzt). Die zweite Gruppe (V. 3) waren Grundbesitzer, die aber gleichwohl Hunger litten, weil ihnen ihr Grund und Boden nicht den nötigen Ertrag lieferte und sie darum ברעב gezwungen waren, durch Verpfändung ihrer Felder, Weinberge und Häuser sich das Geld für den Getreideeinkauf zu verschaffen. Die dritte Gruppe (V. 4) waren Grundbesitzer, die nicht das nötige Geld besaßen, um die Steuer des Königs zu bezahlen, und die darum gezwungen waren, auf ihre Felder und Weinberge Darlehen aufzunehmen. Bei aller Verschiedenheit ihrer wirtschaftlichen Lage vereinigten sich diese drei Gruppen zu dem gemeinsamen ״Geschrei״ in V. 5. In den Vordergrund ihres Protestes stellten sie naturgemäß die Beschwerden der ersten Gruppe, die gezwungen waren, ihre Kinder als Sklaven zu verkaufen: Warum geht es uns schlechter als den reichen Leuten? Haben wir nicht das gleiche Recht, uns satt zu essen, wie sie? Ist unser Leib etwa anders als der ihre? Sind nicht auch unsere Kinder mit dem Anspruch auf Leben und Freiheit geboren? Ist es nicht eine Schande, daß wir unsere Söhne und Töchter in die Sklaverei verkaufen müssen? Und welche zum Himmel schreiende Schmach, daß wir ohnmächtig zuschauen müssen, wie selbst die Ehre und sittliche Frauenwürde so mancher unserer zu Sklavinnen verkauften Töchter gefährdet ist? (Treffend verweist Malbim zu נכבשות auf הגם לכבוש את המלכה in Esther 7, 8). Nachdem der größte Teil des gemeinsamen Protestgeschreis die Beschwerden der ersten Gruppe wiedergab, folgt am Schluß die Beschwerde der zweiten und dritten Gruppe: der Zwang zur Verpfändung von Grund und Boden. למסרים: 4) Und es gab endlich Leute, die sagten: Wir haben uns Geld geliehen für die Steuer des Königs auf unsere Felder und Weinberge! 5) Und nun, wie das Fleisch unserer Brüder ist unser Fleisch, wie ihre Söhne sind unsere Söhne, und siehe, wir müssen unsere Söhne und Töchter zu Sklaven pressen, ja manche unserer Töchter sind vergewaltigt worden, und wir können nichts dagegen tun, und unsere Felder und Weinberge gehören ande-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.