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Nahalat tsevi · 1938-04-01 · Heft 7-9 (April 1938) · p. Seite 186

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 7-9 (April 1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 186 (sequence 28)
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166 Das eheliche ^Güterrecht der Mischnah weist grundsätzlich und auch in vielen Einzelheiten Analogien zu dem des Hammurabi Gesetzes auf. Das gilt von dem Institut der ,כתובד im Allgemeinen sowohl wie hinsichtlich einzelner ihrer Klauseln. Nach der Tradition der גמרא hat die כתובה nicht den Chrakter einer Thorabestimmung. Sie ist nur דרבנן. (vgl. דורות הראשונים Ic S. 309, 353) Da sie aber möglicherweise bereits vor der sinaiitischen Offenbarung bestanden hat, müßte sie einer gewohnheitsrechtlichen Ent- Wicklung des vorsinaitischen Rechts ihre Entstehung verdanken. In ganz ähnlicher Weise wird auch die bereits 1. B. M. 85, 2 nachweisbare Unreinheit von Götzen (טומאת ע״כום) sowie die 1. B. M. 50, 10 erwähnte Trauerwoche von der Tradition lediglich als דרבנן bezeichnet. (דורות הראשונים Ic S. 308 ff.). Auch insoweit ist eine gewohnheitsrechtliche Entwicklung anzunehmen. Es scheint, daß die Trauerwoche und die 4. B. M. 20, 29 und 5. B. M. 34, 8 erwähnten dreissig Trauertage bereits als feststehender Gebrauch dem noachidischen Recht angehört haben. Sie finden sich in ganz ähnlicher Ausgestaltung im gräko-italischen Recht (vgl. Leist S. 34). §8. Versuch einer Rekonstruktion des noachidischen Urgesetzes. Wenn im folgenden der Versuch unternommen wird, das Bild des noachidischen Urgesetzes an Hand der bisher aufgezeigten Quellen zu rekonstruieren, so geschieht das im vollen Bewußtsein dessen, daß es sich nur um einen durchaus unzulänglichen Versuch handeln kann. Über viele Einzelheiten besteht keine Klarheit. Beispielsweise fehlt für die gewiß umfangreiche dritte Gruppe jede Vergleichsmöglichkeit, welche als Grundlage einer Rekonstruktion hätte dienen können. Der Wert des Versuches soll nur darin liegen, die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen plastisch zu veranschaulichen. Die im einzelnen gewürdigten Quellen ermöglichen die Herstellung eines Gesamtbildes, welches der Wahrheit in gewissen Grenzen nahe kommen dürfte, da die zu Grunde liegenden Ergebnisse durch gegenseitige Kontrollen nachprüfbar sind. Als Reihenfolge wird die traditionelle Anordnung der גמרא zu Grunde gelegt. I. דינים כי יקום עד המס באיש לענות בו סרה מות יומת דין כי יטה את הדין או לקח שחד מות יומת

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