Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 7-9 (April 1938)
- Date
- 1938-04-01
- Page
- Seite 176 (sequence 18)
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176 mens und die Erhebung der Gefamimenfchheit, als gewissefte -göttliche Zuficherung zu verkünden. Das jüdifche Volk muhte sein Land einbüben, denn nach den Worten der Thora ״,speit das Land seine Bewohner aus", die es Gott und Gottes Herrfchaft entfremden. Und fo fchmerzlich Gott die Hinausweisung seines Volkes auch fiel, es war der einzige Weg, der zur Gesundung führen konnte. Diesem Schmerz Gottes und dieser Sehnfucht Gottes nach endlicher Vereinigung mit seinem Volke haben die Propheten immer wieder in ergreifenden Worten Ausdruck verliehen. Beides haben die Weisen (Jalkui ds.) auch aus unserem Vers herausgehört: כטומאת הנדה wie diese Unreinheit überwunden wird und zur erneuten ehelichen Gemeinfchaft führt, so verhilft Gott auch Israel zur Reinheit, denn so helfet es in den folgenden Versen: , Ich fprenge auf euch reines Waffer und ihr werdet rein." Nicht wird Israels Unreinheit mit טומאת מת verglichen; von diefer טומאה muhte fich der כהן auch räumlich fcheiden, nicht jedoch von טומאת נרה - und fo bat fich auch Gottes Schechinanähe niemals räumlich von Israel gefchieden, Gott bleibt feinem Volke nahe und wartet auf den Augenblick, da es feine Unreinheit von fich abfchüttelt. Denn Gottes Liebe zu feinem Volke kann auch durch deffen traurigfte Entfremdung nicht erfchüttert werden. Diese Liebe trauert Israel nach. Ihren Spuren geht das deutende Wort unferer Weisen in unterem Verse nach und findet fie auch in der partizipialen Prägung יושבים על אדמתם in Verbindung mit dem nachfolgenden ויטמאו אותה : als ob Israel trotz aller טומאה noch in der Gegenwart auf heimatlichem Boden weilte — und ihr Ohr vernimmt den Seufzer göttlicher Sehnsucht: ״O, dab meine Kinder mit mir noch im Lande weilten, auch wenn fie es verunreinigten!" Kann für Gottes Liebe eine ergreifendere Sprache gefunden werden, die selbff die Unreinheit Israels in Kauf nehmen möchte, um ihm das bittere Los. das ihm fern von der Heimat die fchwere Schule der Leidenserziehung auferlegt, zu ersparen! Aber es durfte und konnte und kann auch ii) aller Folge nicht sein. Gottes Liebe mubfe fich in erziehende Rechtswaltung kleiden: ״nach ihrem Wandel und ihren Handlungen richtete ich fie", heibt es unmittelbar danach. Wenn für Gott ein Aufbau in E. J. ״in Unreinheit“ denkbar wäre, hätte Gott sein Volk niemals aus seinem Land gerissen. Gottes Land duldet keine טומאה, und auch der Gottesname duldet fie nicht. Und ״um seines heiligen Namens willen“, heibt es in den