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Nahalat tsevi · 1938-04-01 · Heft 7-9 (April 1938) · p. Seite 173

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 7-9 (April 1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 173 (sequence 15)
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173 fcharfe Prägung, die, um einen Gedanken eindrucksvoll zu unterstreichen, auch eine Formulierung nicht fcheui, die dem Fernstehenden mißverständlich, dem Urteilslosen oder gar Böswilligen als willkommene Fundgrube mißbräuchlicher fubjekiiver Verwertung lieh darbieiet. Aber wie auf allen Gebieten, so rechneten die Weisen auch hier mit dem Wissenden, dem im Judentum und seinen Wahrheiten Wurzelnden, der solche Ausfpröche aus dem geistigen Zusammenhang, dem fie entflammen, zu begreifen gewillt und imftande ift. So lehren sie: לעולם ידור אדם בא״י אפי׳ יעיר שרויה נכרים ואל ידור בח״ל ואפי׳ בע״ר שרובה ישראל שכל הדר בא״י דומד, כמי שיש לו אלו׳ וכל הדר בח״ל דומה כמי שאין לו אלוי, שני לתת לכם את ארץ כנען להיות לכם לאלקים (כתובות קי׳:) Man wohne stets in Erez Jisroel, selbst in einer Stadt, deren Bevölkerung größtenteils aus Nichijuden befteht, und wohne nicht im Ausland, selbft in einer Stadt, deren Bevölkerung größtenteils aus Juden befteht, denn wer in E. J. wohnt, gleicht einem, der Gott befitzt, wer im Auslande wohnt, gleicht dem, der Gott nicht befitzt; denn fo heißt es: ״euch das Land Kenaan zu geben, um euch Gott zu sein“ (Jer. 25, 3ö). Dieser Satz hat leider auch Kreisen, denen Gottes Thora heilig und das jüdifche Volk, losgelöfl von Goties Thora, undenkbar ift, dazu gedient, eine Befiedelung des hl. Landes unter allen Umständen zu befürworten, auch wenn die Koloniften) unter ״Abfchütielung des Joches von Thora und Mizwoth" den Aufbau des Landes bewerkftelligen. So R. S. Mohilewer s. A. im bekannten ס׳ שיבת ציון S. 7. Als Kronzeuge wird daselbft die Erklärung des חפלא״ה herangezogen. Jedoch mit Unrecht. Vielmehr unterstreicht הפלא״ה in dem erwähnten Weisheitswort das דומה, wonach der in E. J. Wohnende dem gleicht, der Gott befitzt, während der außerhalb von E. J. Wohnende dem gleicht, der Gott nicht befitzt, Und betont, daß (wie felbftverftändlich) nur dem Gott Gott ist, der Gottes Thora und Mizwoth erfüllt. Wer daher im Ausland seinen gottgewollten jüdifchen Pflichten gewissenhaft nachkommt, dem ist Gott in Wahrheit Gott; aber die Einbuße der Werte, die dem jüdifchen Leben von der Heiligkeit des Landes, dem nach wie vor ״dauernd Gottes Auge zugewandt ist", zuftrömen, wird von den Weisen für den im Ausland Wohnenden so fchmerzlieh empfunden, daß fie über ein Leben, das, fern von E. J., dauernd unter fremden Einflüffen fleht, das harte Wort prägen: es hat den Anfchein, als ob ״ein fremder Gott über es gebietet" (so

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