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Nahalat tsevi · 1938-04-01 · Heft 7-9 (April 1938) · p. Seite 167

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 7-9 (April 1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 167 (sequence 9)
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i61 wenn fie einen tag in der Woche auf den Erlös verzichteten? Inzwifchen haben fie dergleichen Ausfälle hinnehmen gelernt und könnten lieh glücklich fchätzen, wenn fie fie aus eigener Initiative und aus religiöfen Motiven auf (ich genommen hätten. Eltern dafür zu gewinnen, um der Einheit der Er> Ziehung in Schule und Elternhaus willen umzulernen, ift eine der vornehmften Aufgaben der jüdifchen Schule in heutiger Zeit. Wo es ihr nicht gelingt, gelingt auch die Arbeit an den Kindern nicht, wie Heinz Frank wohl mit Recht feft- (teilt. Wenn er beobachtet zu haben glaubt, dafe die durch die jüdifche Schule mit dem jüdifchen Ritual und Wissen neu bekannt gemachte Jugend wohl viel mehr weife als die geftrige, aber im Punkte gläubiger Frömmigkeit nicht weiter sei als jene, so kann das freilich auch noch andere Urfachen haben, als den Mangel an ehrlicher Einftimmung von Seiten des Elternhaufes. Es kann auch feinen Grund darin haben, dafe die Lehrer einer Schule nicht durch ihre Konsequenz die Qbereinftimmung von Wahrheit und Wirklichkeit, von Lehre und Leben vergegenwärtigen. Es kann seinen Grund ferner darin haben, dafe es gerade in den höheren Klaffen fchwerer ift, Jugend für die Religion zu gewinnen, wo über die fchöne Darftellung der Gebräuche, des Tuns und des Laffens hinaus ein anderes von den Lehrern verlangt wird; die Auseinanderfetzung mit der Problematik des Lebens, an dem die Jugend leidet, die Herausarbeitung der Antwort, die die תורה auch auf die perfönlichen Fragen des jungen Menfchen gibt, und die Gegenwärtigkeit all deffen, was unfere heiligen Schriften vor hundert und taufend Jahren bereits uns mitgegeben. Dafe die jüdifche Schule hier nicht verfagen darf, wenn nicht alles auf den unteren Klassen Gelernte und Erreichte zu nichte werden soll, verlieht fidi. Und hier wird auch die Schule, die der Zufammenfetzung ihrer Schülerfchaft und ihrer Tradition nach auf gepflügtem Boden sät, alle Anftrengungen machen müssen, um nicht im Vertrauen auf die Elternhäufer die Kinder zu verlieren. Die תורה ift kein Erbftück, da mufe die Schule an jeden einzelnen Heranwachsenden die Forderung (teilen: התקן עצמך ללמוד תורה Schaffe dir felber das Rüftzeug, zu lernen 1 Das erfordert von der jüdifchen Schule eine besondere lnlenfivierung des jüdifchen und — des deutfehen Unterrichts.

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