Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 68)
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150 nachweisbar unrichtig. Das ת ist ein Zungenlaut;, ebenso wie das ד oder ט und muß ein solcher bleiben, kann also in keinen Zischlaut wie ein ״s“. verwandelt werden. Von den aschkenasischen (Jelehrten beschwert sich R. Jakob Emden darüber, daß wir ״zu unserer Schande“ das aspirierte ת. gleich dem ס aussprechen. Die richtige Aussprache des aspirierten ת ist wie ein ״th“, etwa wie im englischen Worte thank. So sprechen es die babylonischen und die echten sefardischen Juden aus, also diejenigen, welche von allen Dialekten die reinste Sprache ununterbrochen gesprochen haben. Zwischen dem ש und dem D macht Idelsohn keinen Unterschied; dagegen stellen Gesenius sowie auch Bauer-Leander einen Unterschied fest, indem der erstere das ש stärker und dichter ausgesprochen haben will als das ö und Bauer-Leander in dem einen Mittellaut zwischen dem ״s“ und ״sch“, also ein scharfes ״ß“, dem polnischen ״s“ ähnlich, finden. Dieser Laut wird in dem Worte Israel von einigen Völkern, u. a. auch in der tschechischen Sprache, derart ausgesprochen. Die Unterscheidung hätte für viele scheinbar gleichlautende Worte Bedeutung, z. B. סכר schließen und שכר dingen, oder סמך stützen und /עזמד sich freuen. Von den Konsonanten bleibt noch die Erklärung des Unterschiedes zwischen dem aspirierten ב und dem Waw übrig. Die Sefarden machen bekanntlich keinen Unterschied zwischen dem aspirierten und nichtaspirierten ב, die Aschkenasim wiederum keinen zwischen dem ב und dem ו, weil der Unterschied mit der Zeit geschwunden ist. Idelsohn findet bei den Jemeniten und den Babyloniern das ב als einen Laut in der Mitte zwischen dem ״b“ und dem ״w“ und beschreibt dessen Bildung derart, daß man beim Aussprechen die Oberlippe entsprechend über die Unterlippe vorzieht. In der Praxis lassen sich die aspirierten Konsonanten am einfachsten durch Hinzufügung eines kurzen Hauchlautes ״h“ demonstrieren, so bei allen ב ג ד כ פ ת, sogar beim ד finden die Sprachforscher dieses ״h“ so deutlich, daß sie diesen Laut mit dem englischen ״dh“ im Worte the vergleichen (Idelsohn, Bauer, Gesenius, ebenso Eisenstein bei den Jemeniten). Was die Vokale anbelangt, so gibt es zwischen den Sefarden und den Aschkenasen einen dreifachen Unterschied, näm-