Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 63)
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des Hellenismus; die חכמים mußten im 3. Jahrhundert d. g. Z. ihre ganze Kraft auf die Reinerhaltung des Judentums richten. Am Ende des 3. Jahrhunderts kommt es dann zu den Kämpfen mit den Hellenisten, die in den Zeiten der Makkabäer zu grausamsten Verfolgungen der חסידים führen. Alle Ordnung war zerstört, die חכמים konnten nicht Zusammenkommen, das סנהדרין nicht zusammentreten. Nach einer kurzen Zeit der Ruhe unter Simon und Johann Hyrkan folgten die tragischen Kämpfe mit den Sadduzäern, die חכמים werden von Johann Hyrkan (nach seinem Uebertritt zu den Sadduzäern)3) und Alexander Jannai wütend bekämpft und müssen fliehen. Die kurzen und immer wieder unterbrochenen Zeiten der Ruhe zwischen diesen Kämpfen hätten nicht ausgereicht, um ein so umfassendes Werk wie die Grundmischnah zu schaffen. Nur in den 150 Jahren der Perserherrschaft, da das Volk im Innern einig, nach außen gesichert unter der Führung der חכמים lebte, d. h. in der Zeit von 450 bis 300 d. g. Z., konnte dieses Werk vollendet werden, das die Grundzüge der Mündlichen Ueberlieferung in knappster Form, ohne דרשות und פלוגתות, darstellt. Wir müssen deshalb die Abfassung des יסוד המשנה den אנשי כנסת הגדולה zusprechen. Der Ausspruch der העמידו תלמידים הרבה :אכה״ג, der uns in אבות א׳ überliefert wird, entspricht dieser These durchaus, denn da die ״Grundmischnah“ ja nur mündlich tradiert wurde, so war die ״Aufstellung“ und Ausbildung von Schulen eine grundlegende Vorbedingung für ihre Erhaltung im Laufe der Zeiten; der יס׳ המשנה sollte möglichst Gemeingut des ganzen Volkes werden. Aber auch die umfassenden תקנות der חכמים gehen nicht, wie man vor ר' י' הלוי ז״ל geneigt war anzunehmen, auf spätere, sondem zumindest sogar auf frühere Zeiten, spätestens aber auf die אכה״ ג zurück. Dem Nachweis dieser These sind die Kapitel 31—41 im 2. Teil des Bandes Ic der דיה (S. 310—357) gewidmet. Einige dieser Beweise seien hier angeführt: 1. In der bekannten Erzählung von dem Konflikt Johann Hyrkans mit den חכמים berichten Josephus (Alt XIII. 10, 5) und der Talmud (61 קדושיןa) übereinstimmend, daß man dem 3) vgl. jedoch den Artikel von Bondi im Jahrb. VI, S. 374 ״Der Hohepriester Jochanan“, der diese Episode auf Jannai bezieht. Immerhin hat auch nach seiner Auffassung Joh. Hyrkan sehr zu den Sadduzäern hingeneigt.