Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 44)
- Belongs to
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126 ראה- oder!אהבו führt. Es liegt aber doch darin eine praktische Bedeutung im Sinne des früher Gesagten. Durch die Unterseheidüng Rambams wird hervor gehoben, daß, wenn auch aus diesem mid jenem Grunde bei der Erfüllung der ,מצוד das Geistige wenig oder gar nicht mitwirkt (oder mitzuwirken scheint), doch mindestens die יראה nicht als Ziel und Frucht der religiösen Tat ausschaltet, weil sie auch ohne Mitwirkung anderer Kräfte der Antrieb zur ,מצוד gewesen ist. Dieser Gedanke ergab sich uns aus der Betrachtung der יראה auf primitiver Stufe. Und von dieser spricht Rambam gerade unmittelbar vor der von uns behandelten Stelle. Bei seiner Absicht, einen Vers für יראה aus der Thora zu zitieren, bringt er nicht jenen, den wir hier erwarten würden, nämlich (V. B. M. 10,12) ...מה ה׳ אלקיך שאל מעמך כי אם ל י ר א ה sondern ... אם לא תשמר לעשות את כל דברי התורה ...ליראה את השם (V.B.M.28,58) Hier kann יראה nur in ihrer primitiven Form gemeint sein. Denn der Sinn dort ist doch: Gott sagt zu dem Volke, daß es deshalb der Strafe verfallen müsse, weil es nicht einmal mehr den niedrigsten Grad von יראה, der sich in Handlungen ausdrücke, besitze, die die Voraussetzung für einen religiösen Aufstieg aus eigener Kraft sei. Oder soll diese furchtbare Strafandrohung auch für ein Volk gelten, das nur nicht die höhere, höchste und reinste Form von יראה besitzt? 10. Wenn Religionsphilosophen und Mussarlehrer die Frage nach dem Ziel des Menschen auf Erden aufwerfen und beantworten, so könnte schon diese Problemstellung Bedenken erwecken. Die Erfüllung der Thora-Gebote, das wäre die schlichteste Autwort und die Frage als solche hätte dann ihren Sinn verloren. Wäre aber diese Antwort nicht auch die richtigste und wahrste? Bedeutet nicht das Herausgreifen einer Mizwa oder einer Mizwa- Gruppe Minderbewertung und Herabsetzung einer anderen und muß dies nicht zur Vernachlässigung dieser anderen auch im praktischen Leben führen? Wir dürfen diese genannten Ziele, selbst wenn sie sich als die Erfüllung eines einzelnen Gebotes darstellen, z. B.ואהבת, nicht als eine Mizwa neben die anderen stellen, sondern wir müssen