Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 43)
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125 אגבי ה׳ אלקיך... ואהבת את ה׳ אלקיך ולדבקה בו... ואהבת לרעך :folgende כמוך ולא תעשה לא יהיה לך אלהים אחרים באמונת הלב ולא תשנא את אחיך לא תחמוד וידעת היום והשבות אל לבבך מצות עשה וככה שמע ישראל... Sollen also mehr als sechshundert Gebote und Verbote gegeben sein, damit sie Vorstufe zu einigen wenigen geistigen Geboten sei, deren alleiniges Endziel ,אהבת ה sei? Die Tat-Gebote haben doch auch geistigen Inhalt gerade nach der Auffassung Rambams über die Begründbarkeit der Gebote, einer Auffassung, die von seinen Erklärern oft mehr als recht betont wird. Ferner bringt Raxnbam im zweiten Buch des Mischne Thora, das er ס׳ אהבה nennt und in der Gesamteinleitung mit den Worten einführt: אכלול בו כל המצות שהס תדירות שנצטוינו בהם כדי לאהוב המקום ולזכרו תמיד eine Reihe von מצות, die ohne Zweifel Tat-Gebote sind, 80 ,תפילין מזוזה ,ציצית ,מילה, entsprechend der Thora, die mindestens zwei von den genannten in engstem Zusammenhang mit ואהבת bringt. Daher sei die Vermutung ausgesprochen, daß Rambam nicht die Gebote in zwei Gruppen teilen will, sondern die einzelnen Gebote in zwei Teile. Er weist auf die beiden Bestandteile hin, die den meisten, vielleicht sogar allen Geboten zugrunde liegen; ein ״• מעשהTeil und ein מחשבה -Teil.4) Er will also sagen, daß das Tätige jedes Gebotes in engster Verbindung mit יראה und das Geistige desselben Gebotes mit אהבה in dieser engsten Verbindüng steht. Da aber in einer מצרה das Geistige und das Tätige wegen ihrer gegenseitigen Abhängigkeit und Beeinflussung nicht voneinander zu trennen sind, so ergibt sich, daß wenn יראה (oder אהבה oder דעת) das alleinige Endziel wäre, es doch nur durch die naturgemäße Verbindung von Denken und Tun innerhalb jeder מצרה erreicht werden kann. Der Sinn des betreffenden Kapitels ist, daß Rambam die יראה als Ehrfurcht, Demut, Scheu, Keuschheit und Scham vor Gott schildert. Am Ende des Kapitels wirft er (mit dem von uns behandelten Satze) die Frage auf, wie diese so wichtige Tugend erworben wird und antwortet darauf — nach unserer Auffassung der Stelle — durch das Tätige einer jeden .מצוד. Diese Unter- Scheidung scheint für das religiöse Lehen zunächst wertlos* weil sie nur theoretische Bedeutung hat, da im Ergebnis es eben doch wieder die ganze Mizwa ist, die den Menschen zu 4) Eine Ueberprüfung des (arabischen) Urtextes zeigt, daß diese Erkiärang nicht im Widerspruch zu dem dortigen Wortlaut steht.