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Nahalat tsevi · 1938-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1938) · p. Seite 122

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 4-6 (Januar 1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 122 (sequence 40)
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122 auf die Gebote der letzten Erkenntnis Gottes, sondern auch auf die sittlichen Pflichten. Wenn an manchen Stellen Gott uns als das Vorbild für sittliches Handeln hingestellt wird (z. B. im Anschluß an den Vers II. M. 15, 2 זה אלי ראנרהו in Schabbat 133 b: מה הוא חנון ורחום אך אתה היה חגון ורחום) so ist damit nicht gesagt, daß sich unser Dienst Gott gegenüber darin erschöpfe, sondern daß der Begriff und der Grund auch unseres sittlichen Handelns im Wesen Gottes liegt. Bei Hervorhebung der Sittlichkeit als des erkennbaren Wesens Gottes muß also als unbedingte Voraussetzung gelten, daß die ethischen Pflichten in die religiös - geistige Welt der Thora eingebaut, ja ihr untergeordnet sind. Sie offenbart sich in allen Geboten. Sie zu erfüllen ist der Weg, der zur Erkenntnis des wahren Wesens Gottes führt. 9. More Nebuchim III. 52: . ♦ . כי שתי התכליות והם האהבה והיראה יגיעו בשני הדברים האהבה תגיע בדעות התורה הכוללות השגת מציאות הש״י על אמתתה והיראה ׳תגיע בכל מעשי התורה . . . ״Denn diese zwei Endziele, die Liebe und die Ehrfurcht, werden durch zwei Dinge erreicht, die Liebe durch die Erkenntnisse der Thora, wie die über das Dasein und das Wesen Gottes, die Ehrfurcht aber durch alle praktischen Gebote der Thora.46 Ist man berechtigt, aus dieser allerdings schwierigen Rambam-Stelle, deren einfacher Sinn durch das vorstehende Zitat kurz wiedergegeben ist, so weitgehende Schlüsse zu ziehen, wie sie in folgenden Worten zum Ausdruck kommen? ״Durch die Gebote wird der Mensch zur Ehrfurcht vor Gott erzogen, durch die Erkenntnis Gottes und seiner Einheit aber wird er zur Liebe Gottes erzogen. So bleibt das Zeremonialgesetz die Vorstufe des Gottesdienstes, welche die Gottesfurcht bildet; aber sie ist als Vorstufe von dem eigentlichen Gottesdienste, dem Gottesdienste der Erkenntnisse und der Liebe geschieden. Der Gottesdienst der Gesetze ist gleichsam der Vorhof zum Tempel des einzigen Gottes.44 3) Der Versuch, aus der oben angegebenen R amb am - Stelle eine Minderbewertung der Tat-Gebote gegenüber den geistigen zu 3) A. a. O. S. 106.

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