Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 39)
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Hi keit ist, weil ״Sitthchkeit daß erkennbare Wesen Gottes“ a) seit Das Ende des M. N. klingt in die Forderung aus, BfctPö löft וצדקה zu üben. Dies würde zunächst der angeführten Auffassung recht geben. Aber eine Prüfung der Rambam-Stolle, die ättch aus anderen Gründen von Wichtigkeit ist, führt zu einem anderen Resultat. Nachdem Rambäm die Erkenntnis der letzten Dinge älß die höchste Stufe der menschlichen Vollkommenheit bezeichnet hat, weist er ziemlich unvermittelt, in Anlehnung an den Vers in Jirmijahu (9, 23), auf ח0ד משפט וצדקה hin. Daß wäre eine sehr wesentliche, fast nicht verständliche Abschwächung seiner immittelbar vorher und auch sonst sehr oft und stark betonten Auffassung der Erkenntnis als Höchstes und Letztes, wenn wir diese Stelle nicht in folgender Weise auffassen י dürften: Die Hervorhebung der Bedeutung der Erkenntnis könnte ZU der irrigen Auffassung führen (und hat auch dazu geführt), daß (nach Rambam) sich das jüdische Leben mehr und mehr in einem geistigen erschöpfe, daß also nicht nur das Endziel, sondern auch die Zwischenziele und vor allem der Weg dorthin etwas Geistiges seien, so daß das Leben der religiösen Tat bedeutungslos und vielleicht sogar störend sei. Gegen diese Auffassung weist nun Rambam ausdrücklich auf die Bedeutung der Handlung im Religiösen hin. Nun könnte allerdings daraus geschlossen werden, daß dieses Tun sich eben nur auf das Gebiet des Sittlichen erstrecke, — denn sittliches Denken und Fühlen ohne sittliches Handeln sei ein Nonsens —, aber nicht auf das rein Religiöse. Dagegen aber spricht sehr deutlich das im Vers gebrachte Motiv für die Forderung des sittlichen Handelns: כי באלה חפצתי נאם ה׳ Der Grund unseres Handelns sei gerade auch auf dem Gebiete der Sittlichkeit letzthin der Wille Gottes. Weil dies Rambam am Schlüsse des M. N. betonen will, spricht er von den ״sittlichen“ Pflichten. Denn bei den ״geistigen“ Geboten (z. B. אני אחד ,אין לי תמונה ,אין כמוני ) ist dies selbstverständlich. Und er erwähnt sie an dieser Stelle nur kurz mit den Worten: ..שאין להתהלל רק בהשגתי ובידיעת דרכיו ותאריו ר״ל פעולותיו. . Der Vers השכל וידע אותי bezieht sich ״nicht nur“ 2) H. Cohen in ״Charakteristik der Ethik Mäimunis‘8 kn Saramelband ״Moses ben Maunon“, S. 105.