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Nahalat tsevi · 1938-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1938) · p. Seite 120

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 4-6 (Januar 1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 120 (sequence 38)
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hang, in Wirklichkeit in tiefster Gedankenverbindung — nennt seine Frau: חוה♦ Er weiß nun: Die Frau verkündet in ihrem Muttertum, was Menschentum ist: Wahres Leben ist das, was in Entsagung und Schmerz empfangen, geboren und genährt wird. Und so wird nicht nur ein Körper geschaffen, sondern eine Seele geboren. Aus dem Naturgesetz, das in der Mutter lebt, aus einem der חוקות שמים וארץ erkennt er das Leben, das über diesem Naturgesetz waltet. Nicht im geistigen Leben des Gan Eden, nein, im irdischen sollte sich nunmehr der Mensch sein geistiges Ziel erringen. Die Tore des Gan Eden schlossen sich. Seitdem ist der Kampf mit der Erde — in unendlicher Mannigfaltigkeit — de« Menschen Schicksal geworden. Kein Fluch liegt in ihm, nichts Unfruchtbares und keine Enttäuschung, wenn der Mensch selbst dem Irdischen seinen Fluch nimmt, indem er in diesem Ringen Antrieb und Kraft zu Kampf und Sieg im Geistigen sieht. Das göttliche Wort und das göttliche Schicksal gläubig hinzunehmen, es zu tragen und zu erfüllen, ohne zu fragen nach dem Warum — in dieser größten Entsagung, die es für ein denkendes Wesen gibt, liegt der Weg gezeichnet zum wahren Leben. Der Begriff des Guten und des Bösen steht bereits am Beginne der Menschheitsgeschichte. Er ist aber nicht losgelöst von Gott Im Gegenteil*, was Gut oder Böse ist, weiß nur jener, der ,*wie Gott“ ist (V. 6) והייתם גאלקים ידעי מוב ורע und (V, 22) היה כאחד ממני לדעת מוב גרע♦ In dem Sehnen des Menschen nach der Erkenntnis des Guten und Bisen und in dem Glauben, daß der Besitz dieses Wissens ihn ־=״- mit Ausnahme des ewigen Lebens — Gott gleich mache, ist zum Ausdruck gebracht, daß diese letzte Erkenntnis des Guten Guten und Bösen dem Wesen Gottes eigen ist und nur ihm eigen ist. Es sind Begriffe, die Gott dem Menschen gab. & Die Frage, welches nach Rambam das letzte Ziel der Gebote ist* bedarf von folgendem Gesichtspunkt aus einer eingehenden Beleuchtung: Ist es richtig, daß nach seiner Meinung die Er** kenntnis Gottes gleichbedeutend mit der Erkenntnis der Sittlich-

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