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Nahalat tsevi · 1938-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1938) · p. Seite 109

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 4-6 (Januar 1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 109 (sequence 27)
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Volkes war, die unerreichte Verkörperung religiöser Leidenschaft und Gottesliebe. Der Staat, den David aus Sauls Händen übernimmt, wird eine Großmacht. Er geht zum Angriff und zur Expansion über, er dehnt in glücklichen Kriegen seine Grenzen nach allen Riehtungen aus, zwischen Aegypten und dem Euphrat erstreckt sich mächtig seine Herrschaft, und seine Küsten werden von zwei Meeren umspült. Jetzt ist der jüdische Staat von einer Kette von Vasallenstaaten umgeben, und die Mächte der Zeit bewerben sich um seine Freundschaft. Nach der Periode der Machtentfaltung tritt er unter Salomo in eine Zeit hohen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs ein. Der Staat konsolidiert sich und wird nach den besten zeitgenössischen Vorbildern ausgebaut. Die Verwaltung wird reorganisiert, eine Reihe zentraler Staatsämter entsteht: der מזכיר, der Kanzler, der סופר, der Staats- Schreiber, der oberste Feldherr על הצבא, der Schatzmeister על המס, der Hof minister על הבית *, eine straffe Finanzverwaltung erfaßt voll die Steuer- und Arbeitskraft des Volkes, das Land wird für fiskalische Zwecke auf geteilt in zwölf Veorwaltungsbezirke unter Pr;ovinzg!ouverneuren נצבים, die ihrerseits einer besonderen zentralen Spitze unterstehen, dem obersten על הנצבים am Sitz der Regierung. Die Wehrmacht, zusammengesetzt aus einem stehenden Heer und dem großen Heerbann, der in Kriegszeiten alle waffenfähigen Männer umfaßt, holt in raschem Rüsten bald die vorgeschrittene Kriegstechnik der anderen ein, ein geschulter diplomatischer Apparat bildet sich aus, Bündnisverträge und Handelsabkommen mit den maßgebenden Mächten der Zeit, mit Aegypten, Assyrien, Phönizien werden geschlossen. Das Wirtschaftsleben wird tatkräftig entwickelt, der Transithandel durch Ausbau von großen Reichs-Karavanenstraßen gefördert, Handelsflotten stoßen nach fernen Ländern vor und knüpfen wertvolle wirtschaftliche Beziehungen an. Der Staat setzt sich neue weitausgreifende Aufgaben, sein Ehrgeiz ist glänzende Repräsentation und hohes politisches und kulturelles Prestige. Die Errichtung des Tempels auf dem heiligen Berg Moria in Jerusalem ist die Krönung von Salomos Regime. Die kulturellethische Ueberlegenheit des jüdischen Staates wird von der Umweit gewürdigt, und bei den Nachbarvölkern läuft das geflügelte Wort um: מלכי ישראל מלכי חסד הם Die jüdischen Könige sind barmherzige Fürsten.“

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