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Nahalat tsevi · 1938-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1938) · p. Seite 87

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 4-6 (Januar 1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 87 (sequence 5)
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&7 ner Niedrigkeit sieh als auch eine Größe in den weltgeschichtliehen Erscheinungen der Mensehengeschichte zu fühlen. Ps. 123, 4. Es war ihnen Gottesheimsuchung und gottgesandte Prüfung, wenn der Boden unter ihnen bebte, der Aufruhr der Nationen ihnen entgegen wetterte und der zackige Blitz des Hasses sieh auf ihre Häupter entlud — und weil sie mitten in diesen Prüfungen nicht nur zum ergebenen Dulden, sondern zur frischen, frohen, freudigen, lebensvollen Tat, sich berufen wußten, ״ לשמור ולעשותLernen und Ueben“ ihr ganzes Leben ausfüllte, hatten sie gar keine Zeit,;sich dem kleinmütigen Schmerz und der jammernden Verzagtheit hinzugeben, arbeiteten sie sich durch das böseste, dunkelste Wetter der Ereignisse zur lichten Höhe des Gottesgedankens und der Paradiesesheiterkeit der Gott dienenden Tat hindurch, und indem sie das ganze düstere Geschick mit in die Summe ihrer von Gott gesetzten Lebensaufgabe begriffen, darin nur den dunkeln Boden erkannten, auf welchem der Wille ihres Herrn und Meisters die lichthelle Erfüllung seines Willens von ihnen erwartete, lernten sie die Wahrheit jenes alten Weisheitsspruches kennen: שומר מצוד, לא ידע דבר רע den Blick auf die Pflicht, auf Mizwa gerichtet, kennt man nichts Böses und Trübes! Ges. Sehr. III, 160/1. Wohin und in welche Isoliertheit du auch den wandernden Fuß setzen mögest, überall hin, nach ארבע כנפות, nach allen Richtungen, nach Ost und West, nach Süd und Nord, trägst du dieselbe Mahnung an die eine überall zu lösende Aufgabe mit hin —: in jeder Zeit und an jedem Ort soll dein Menschendasein in deinem jüdischen Beruf aufgehen. Nu. 15, 40. Samenkörner der Wahrheit von Gott und der Menschenbestimmung sollte es aussäen in den Zukunftsacker der Menschheit, und es hat diesen Beruf als Gottes-Säer vollbracht durch das Gottesbuch, das überall die Völker aus seinen Händen hinnahmen, und durch den lebendigen Commentar, den es zu der Lehre dieses Buches, durch ein dem Geistigen, Menschlichen und Reinen zugewandtes, mit opferfreudiger Hingebung, inSittlichkeit und Pflichttreue sich vollendendes Einzel- und Familien- und Gemeindeleben lieferte. Wohl war diese Saat unter einem tränenreichen Geschicke vollzogen. Allein die Zeit der Ernte kommt, und wenn dann die unter Tränen gestreute Saat

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