Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 36 (sequence 38)
- Belongs to
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36 daß E. S. Hausdorff ein für das öffentliche Wohl höchst interessierter und tätiger Mann gewesen sei, der bei der Grün״ düng des Waisenhauses Diskin, in der Leitung des B i k k u r - Cholim-Hospitales, der Gründung der ״Bäte Machasseh“ in Angelegenheiten der Wohltätigkeits״ und Lehrinstitute der Pariser Rothschilds seine Hilfe und seinen Rat dauernd zur Verfügung stellte. Ansehen genoß er auch beim p r e u - ßischen und österreichischen Konsulate und hatte im österreichischen Konsulate ein Ehrenamt inne, er bekam auch Orden verliehen, eine mit goldenen Fäden bestickte amtliche Uniform wurde ihm ehrenhalber zum Geschenke gemacht, in Fällen von Anschuldigung und Rechtlosigkeit stand er den Betroffenen zur Seite, er war in Thora und Wissenschaft gleicher״ maßen erfahren. Von seiner Hinreise ins Land wird erzählt, in Seenot habe der Kapitän E. S. Hausdorff gebeten, ״Schofar“ zu blasen, Hausdorff erfüllte den Wunsch, und der Zorn des Meeres legte sich. Sein Sohn, der Raw Chaim Hausdorff, erzählt in seinen Erinnerungen über seinen Vater auch eine Geschichte von Baron Gustav de Rothschild, der 1853 im Aufträge seines Vaters Jacob Rothschild aus Paris ins Land kam, begleitet von Personen des französischen Adels und Generälen. Einer von diesen, gewahr geworden der Teilnahme, die der Baron an der gedrückten Lage der Juden nahm, sagte scherzhafterweise: ״Da Ihr Vater sehr reich ist, bitten Sie ihn, daß er Erez Israel für die Juden kaufe.“ Die Antwort des Barons lautete: ״Warum sollen wir das Land kaufen, es ist uns ja von Anfang an als Geschenk zugedacht worden“. (Anspielung auf die Abraham gemachte gött־ liehe Verheißung). Im Jahre 1905 starb E. , S. Hausdorff völlig verarmt. Im ganzen Lande, sowohl in Jerusalem, als in Jaffa — Tel-Aviv und den Kolonien wohnen Angehörige und Nachkommen der Familie Hausdorff. In der Jerusalemer Altstadt wohnt R. Mor־ dechaj Hausdorff, ein Jerusalemer Apotheker trägt den Namen Hausdorff, durch Heirat ist auch die F a m i lie Je Hin mit den Hausdorffs verwandt geworden. Ebenfalls aus Schlesien stammt die Familie Liebrecht, deren Ahnherr R. Schlomo Lieb recht in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus einem reichen Elternhause in die dürftigen Verhältnisse des damaligen Palästinas ging. Sein Sohn ■OS