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Nahalat tsevi · 1937-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1937) · p. Seite 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 35 (sequence 37)
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35 Zu den ältesten Familien gehören ferner die Familien Schlank, Sachs, Hausdorf und Liebrecht. . JochananZwi Schlank, anscheinend genannt nach seinem Herkunftsort ״Schönlanke“ aus den deutschen Ostprovinzen, war ein Schüler des ״Chatam Szofer“ in Preßburg. Der Londoner Oberrabbiner Hirschei Berlin wandte sich mit der Bitte an den ״Chatam Szofer“, ihm einen der besten seiner Jeschiwabacliurim für seine Nichte als Bräutigam nach England zu schicken. Die Wahl des ״Chatam Szofer“ entfiel auf Jocha־ nan Zwi Schlank. Die Hochzeit wurde in Palästina, wohin auch Raw Hirschei Berlin die jungen Leute begleitete, ausge־ tragen. In der Jerusalemer Altstadt lebt noch heute ein Nach־ komme dieser Familie, Joschua Schlank, auch dessen Sohn, ein Neu-Einwanderer aus Frankfurt am Main, Jochanan Schlank und andere Angehörige der Familie wohnen in Jerusalem. Rabbi Mosche Sachs, wohl Anfang des 19. Jahrhunderts in Dreißigacker bei Meiningen geboren — seine Nachkommen füh־ ren seinen Namen auf seine Herkunft aus Sachsen zurück, nicht jedoch auf das hebräische Notrikon ״Secher Kedoschim sserufim“ (Andenken an verbrannte Märtyrer) wie andere Familien dieses Namens — ist wohl der Früheste aus dem damaligen deutschen Einwanderungskreis, denn Grajewsky gibt in seinem ״Pinkas Jeruschalaim“, Heft 1, seine Ankunft mit dem Jahre 1830 an, seinen Tod mit dem Jahre 1870. Sachs lernte in München und Wien Talmud und Medizin, er war Journalist und schrieb sowohl in hebräischen Zeitschriften wie dem ״Libanon“ als auch in deutschsprachigen Zeitschriften seiner Zeit. S. Baron, wie auch Ludwig August Frankl, geben Briefe wieder, bezw. Gespräche mit ihm, die Zeitschrift ״Der Orient“ berichtet über die Begegnung eines deutschen Fürsten in Nordafrika mit Rabbi Mosche Sachs, wohin dieser im Aufträge Jerusalemer In־ stitutionen als Chacham und ״Schadar“ gesandt worden war. Nachkommen dieses Mannes bilden Angehörige der Jerusalemer Familie Sachs. In der Nähe der Synagoge auf den Namen von Rabbi Zadok Sachs in der Chabadstraße in der Altstadt wohnt der Vater von Dov Sachs, eines Kaufmannes, und auch dessen Kinder leben hier in Jerusalem. Esriel Selig Hausdorff kam aus Schlesien (Mieslo־ wyz oder aus Breslau) im Jahre 5607 (1847) ins Land. Grajewsky berichtet u. a. in einem Aufsatz im Haaretz vom 4,6,36.ר

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