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Nahalat tsevi · 1937-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1937) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 33 (sequence 35)
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53 Jahrhunderts wanderten Tausende deutscher Juden, besonders aus den Ländern Bayern, W ü r 11e mberg, Posen nach Amerika und England aus, in vielen deutschen Ländern bestanden wirtschaftliche Beschränkungen, auch Heiratsbeschränkungen, in manchen Gegenden konnten nur die erstgeborenen Söhne heiraten. Der wirtschaftliche Aufstieg der Emanzipationsepoche ließ diese Tatsache einer früheren Massenauswanderung aus Deutschland in Vergessenheit geraten. Man blättere in alten Jahrgängen der Allgemeinen Zeitung des Judentums und wird dort eine Reihe von Berichten finden: Abschied von der Heimat, Eine Gruppe von Auswanderern aus Württemberg usw. Auch Leschinsky hat auf dieses vergessene Kapitel der jüdischen Wanderbewegung aufmerksam gemacht. Ein kleiner unbedeutender Nebenfluß dieses Auswanderungsstromes, der für die Geschichte des anglosächsischen und amerikanischen Judentums mitbestimmend wurde, war die Gründung des deutschjüdischen Jischuws im Heiligen Lande. Die Größenverhältnisse dieser Alijah sind uns ungefähr bekannt. Abraham Mosche Luncz teilt in seinem Kalender vom Jahre 5671 (1911), Band 9, im Abschnitt über die ״Pekiduth wehaamarkeluth de Eretz Hakodesch be Amsterdam4״ folgende Zahlen mit: 5607 (1847) stieg die Zahl der Mitglieder vom Kolel Hod auf 44 Seelen, 5608 (1848) auf 55 Seelen. In einer anderen Quelle wird für das Jahr 5615 (1855) die Zahl der deutschen Juden mit 60 Seelen angegeben, und Dr. Hildesheimer gibt zu An- 5660? (1900?) fang dieses Jahrhunderts die Zahl der deutsehen Juden Jerusalems mit 100 Seelen an. Sicher werden sich aus den Akten des Kolel genauere Zahlen auch für viele andere Jahre feststellen lassen. Selbst wenn in den angegebenen Zahlen ein oder mehrere Juden aus Holland, Luxemburg miteinbegriffen sein sollten, sicher ist, daß es sich um überwiegend deutsche Juden hierbei gehandelt hat. Daß die Fruchtbarkeit der deutschen Juden bei dem damaligen Einwanderungselement recht groß gewesen sein muß, ersehen wir aus einer Bemerkung Luncz’, der zu Beginn seines Aufsatzes über die ״Chalukka44 in dem obenerwähnten Heft uns mitteilt, daß die ersten, die sich von dem gemeinsamen Kolel

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