Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 32 (sequence 34)
- Belongs to
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M Josef Schwarz in einem Briefe an seinen Bruder Chaim (siehe Grajewsky: Beth Ha-Ozar B.) angegeben Rabbi Schimon Insburg (Insbruck?) aus Frankfurt am Main, ebenso Rabbi Juda Chassid, der zwar aus Polen stammte, aber ebenfalls aus Frankfurt nach Palästina einwanderte. Simon van Geldern (siehe David Kaufmann: Aus Heinrieh Heines Ahnensaal und den Aufsatz von Prof. Torczyner in dem dem Andenken von Luncz gewidmeten Sammelband), der im Jahre 1766 das Land besuchte, bemerkt, er wäre der erste Deutsche seit 50 Jahren. Erst viele Jahrzehnte später kommt Rabbi Josef Schwarz, der eigentliche Gründer und Vorsitzende des Kolol Hod nach Jerusalem. Rabbi Josef Schwarz wurde im Jahre 1804 in Floss in Bayern geboren, 1833 kam er ins Land und starb im Jahre 1865. In diesen 32 Jahren hat sich Rabbi Josef Schwarz als Forscher auf geo graphisch - top o graphisch - historischem (Jebiete einen Namen gemacht, sein Werk ״Tewuoth Haar et z“ (von seinem Bruder unter dem Titel: Das Heilige Land ins Deutsche übersetzt) ist noch heute eine der wichtigsten Quellen für den palästinensischen Forscher. Schwarz war ein streng frommer Mann europäischer Bildung, unter den damaligen Juden Palästinas eine Seltenheit. Auch als Astronom und Dichter wurde er geschätzt. Es wäre ein Zeichen historischer Dankbarkeit und auch von symbolischer Bedeutung, wenn in Jerusalem, der Stadt, in der Rabb* Josef Schwarz gelebt und gewirkt hat, eine Straße mit seinem Namen verbunden würde. Auch ist das Faktum, daß in diesen Jahren die Ein- Wanderung deutscher Juden nach Palästina ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, unbemerkt an der jüdischen Oeffentlichkeit vorübergegangen, vielleicht sind diese ernsten Jahre wenig dazu angetan, an historische Feiern zu denken, jedoch die Anciennität der Palästinabewegung im deutschen Judentum aufzuzeigen, ist nicht ohne gefühlsmäßiges Interesse für uns Nachgeborene, und aus diesem Grunde sollte der deutsche Jude an dieses Datum erinnert werden, daß er sehe, auch in den Herzen seiner Vorväter habe die Liebe zu Zion geleuchtet. Jedoch, die historische Wahrheit erfordert zu sagen, daß ebenso wie bei allen anderen Einwanderungsströmen politische und wirtschaftliche Beweggründe auch bei dieser Einwanderung maßgebend waren. In den 30 er und 40 er Jahren des vorigen