Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Belongs to
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27 Deutfche Juden im Alten Jifchuw. Von Fritz Meir Fraenkel, Jerusalem. Zur Geschichte des Kolel Holland und Deutschland. Bei manchen Menschen, die mit dem Ehrwanderungsstr om der letzten Jahre aus Deutschland nach Palästina kamen, gilt die irrtümliche Meinung, diese Einwanderung wäre auch die erste Einwanderung deutscher Juden nach Erez Israel. Seihst alte Zionisten verfallen diesem Fehler und bringen zumindest das Kommen deutscher Juden hierher in einen ursächlichen und zeitliehen Zusammenhang mit dem Beginn der zionistischen Bewegung. Man kennt persönlich oder vom Hörensagen Menschen dieses Einwanderungskreises, wie Dr. Arthur Ru pp in, Ing. Treidel, Dr. Elias Auerbach, Frl. Vera Pinschawer, Dr. Schlesinger, Dr. Josef Carle b ach, Dr. Albert Feuchtwanger, das sind Menschen, die vor dem Kriege und vor dem Beginn der dritten Alijah hierherkamen, bekannt sind auch die Namen zweier ragenden Repräsentanten der Orthodoxie in Deutschland, Dr. Moritz Wallach vom ״Schaare- Zedek-Hospital“ in Jerusalem, und Rabbiner Dr. Moses Auerbach in Petach-Tikwah. Es ist nicht ohne Interesse, festzustellen, daß diese deutschen Juden ihrer Berufsstniktur ein anderes Element darstellten als die anderen Einwanderer dieser Zeit, sie waren wqder Kaufleute, noch Landwirte oder Arbeiter, fast durchweg sind sie leitende Personen verschiedener Institutionen, Lehrer oder Direktoren von Schulen (z. B. des Hilfsvereins der deutschen Juden u. a.), Menschen, wie sie für die Massenalijah von Chaluzim und Mittellosen charakteristisch sind, waren es nicht. Es bestehen Institutionen in Jerusalem, deren Name mit dem deutschen Judentum und dessen palästinensischen Vertretern eng verbunden ist. Ein Ausflug in die Altstadt von Jerusalem führt uns vor die Tore eines großen Hofes mit folgender Inschrift: ״Israelitische Armen- und Pilger-Wohnungen auf Zion“, die nebenstehende hebräische Inschrift lautet: ״Bäte Machasseh wehachnassath Orechim al Har Zion T. W. B. B.“. Im Kalender von Luncz vom Jahre 1913 finden wir folgende Angaben über die Tätigkeit der ״Nediwe Aschkenas“ deutschjüdischer Spender: 1879/5639 Gründung des Waisenhauses,