Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
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15 bar vorher heißt es: ״ והנה מלאכי אלקים עלים וירדים בוEngel Gottes (teigen hinauf und (teigen hinab wider ihn" - משל Ein Gleichnis, (o erklären die Weilen (מ״ר) dielen Zulammenhang: ein Königslohn fchläft in der Wiege und wird von Fliegen beläßigt; da kommt die Amme und beugt fich über ihn, und die Fliegen lallen von ihm ab. Jakobs Traumerlebnis lollte ihm (1. רמב״ן und Rabb. Hirfch) drei große Wahrheiten vermitteln; das dreifache והנה gliedert den Traum in drei Teile. Vor allem: והנה סלם מצב ונו׳ eine Leiter zur Erde geftellt, deren Spitze in den Himmel reicht: eine Verbindung befteht zwilchen Himmel und Erde, und diele Verbindung מצב iß von einem höheren Willen gewollt: Gott will, daß alles Erdenleben aufwärts, den von ihm gefetzten Zielen zultrebe. Dann aber: והנה מלאכי אלקים וגו׳ menfchliches Gefchick auf Erden vollendet fich nicht nach blind wirkenden Naturgefetzen, Gottes Boten holen fich die Weitung von ihm, und es iß der freie Schöpferwille Goßes (אלקים), der nicht nur Naturgefchehen, fondern auch Menfchengefchichie meiftert. Diefe Boten gößlichen Willens kehren fich feindlich gegen Jakob (בו). Doch והנה ה' נצב עליו liehe, ihm, Jakob iß die jeden kommenden Augenblick geftaltende belondere Fürforge Goßes (ה׳) fchützena und liebend zugewandt. Die dann unmittelbar danach folgenden göttlichen Zuficherungen flehen, wie wir glauben, in innigem Zufammenhang mit den durch dielen Traum vermittelten Wahrheiten und geben ihm geradezu die Deutung. Dies dürfte auch der Anficht der Weilen entlprechen. Nach einer Anficht (כדר) habe Jakob lein Gelübde אם יהיה אלקים עמדי וגו zeitlich fchon früher gelprochen, das jetzt die göttliche Zuficherung erhalten habe הנה אנכי עמך, da es lonß unverltändlich lei, daß Jakob Gottes Zuficherung (הנה אנכי) noch in Zweifel ziehen konnte (א ם יהיה). — Eine weitere Bemerkung der Weifen lautet: רבנן אמרי על הכל השיבו ועל הפרנסה לא השיבו auf alle Bitten habe Gott zufichernden Befcheid gegeben, nicht jedoch auf die Bitte um Ernährung. א״ר איסי אף על הפרנסה השיבו שנ׳ כי לא אעזבך ונו׳ ואין עזיבה אלא פרנסה ובו׳ Der andere Weife jedoch meint: auch hinfichtlich der Bitte um Ernährung hat Gott ihm geantwortet, denn die Worte ״ich werde dich nicht verlaßen“ beziehen fich auf diefe Bitte. - Auffallend, weshalb in der Tat, nach der erften Meinung, Gott ihm auf diefe Bitte, gewiß eine bedeutfame, nicht geantwortet; und auch nach der zweiten Anficht iß der Unterfchied in der Reihenfolge zwilchen Bitte und Zulage erklärungsbedürttig: