Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
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11 Verheißung vom Moria hier am Werke fei, wenn ותהי אשד, לבן אדניך כאשר דבר ה׳ ein Kind aus dem Haufe Labans gewillt fein follte, Tochter Abrahams zu werden! Und fie war gewillt. Denn auf die Frage ״ ד,תלכי עם האיש הזהwillft du mit diefem Manne gehen?“ das aber heißt: bift du gewillt, in ein folches Haus einzuziehen, das von dir die Wahrung von ד,םד ואמת erwartet und dir Pflichten auferlegt, wie fie ein abrahamiiifches Haus von der jüdifchen Frau fordert — gab Riwka die von fettem, unbeugfamem Entfchluß getragene Antwort: אלך Ich will gehen! Darin liegt freudige Bereitfchaft zur Aufnahme jüdifcher Lebenspflichten, eine Bereitfchaft, die ihren fpäten Nachkommen, dem jüdifchen Volke, den Weg zur Erlöfung bahnte — denn auch dort war mit göttlichem חסד die Anforderung des אמת verknüpft, die Bereitfchaft, fich der göttlichen Führung in treuer, liebender Hingabe für immer zu vermählen, die noch der Prophet (Jer. 2) mit den Worten feiert: ״ זכרתי לך חסד נעוריך אהבת כלולתיך לכתך אחרי במדברIch bleibe dir eingedenk der Liebe deiner Jugend, der Liebe deiner Bräuilichkeit, da du mir nachfolgtefl in die Wüfte — ״. Chanuka. ״ כי עמך מקור חיים באורך נראה אורDenn bei dir ift der Quell des Lebens, durch dein Licht fehen wir Licht“ (Pf. 36) — משל R- Jochanan erklärt diefen Vers mit einem Gleichnis (ילקוט): Jemand entzündete fich in der Nacht ein Licht, das aber immer wieder erlofch; da fprach er: warum foli ich mich vergebens mühen, ich will warten, bis die Sonne aufgeht und dann in ihrem Lichte gehen. So auch Israel: wie oft find ihm Männer erftanden, die ihm in der Nacht feines Galuth das Licht der Erlöfung brachten, aber immer wieder erlofch das Licht in finiterer Galuthnacht: das gilt von der Erlöfung aus dem mizrifchen Galuth bis zur Erlöfung in den Tagen der Hasmonäer, auf das mizrifche Galuth folgte das babylonifche, das perfifche, das griechifche und fchließlich die edomitifche Nacht. Da fpricht Israel: nachdem trotz aller zeitweiligen Erlöfung immer wieder Galuthnacht über uns kam, erfehnen wir nicht mehr das Licht aus Menfchenhand, fortan fehnen wir uns nach Gottes Licht, denn fo heißt es: א׳ ה׳ ויאר לנו Gott ift Gott, Er Toll uns leuchten! (Pf. 118). Wohl hat uns Gottes Liebe immer wieder Boten gefandt, die uns das Licht der Erlöfung brachten, aber das Licht, das fie