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Nahalat tsevi · 1937-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1937) · p. Seite 8

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1937)
Date
1937-10-01
Page
Seite 8 (sequence 10)
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s Schönheit der Weit zugute kommt, ßer Pflichitreue weih aile Güter, die ihm befchieden oder die er fich errungen, in den Dienft gottgewollter Lebensaufgaben zu ftellen und fo feinen Mitmenfchen beifpielgebend voranzugehen. Nie und nimmer aber wären von der Gottesfurcht Saras und ihrer ״Unfchuld״ folche Wirkungen auf ihre Zeitgenoffen ausgegangen, wenn fie nicht auch die erfte fchöne jüdifche Frau gewefen wäre (יסכה, שהכל סכין ליפיה). Daß fie bei aller Schönheit ihrer Erfcheinung und Anmut ihres Wefens fich ihre Unfchuld als ״goitesfürchtige Frau״ zu bewahren verftand, verleiht ihrer Schönheit und Anmut den Adel fittlicher Lebenserrungenfchaft. Die Schönheit und Anmut diefer ״gottesfürchtigen Frau״ hat, wie Awrohom auf die Männer, auf die Frauen ihrer Zeit den unvergleichlichen Einfluh ausgeübt. שקר ההן והבל היופי die Anmut und Schönheit an fich ift wohl zunächft Lüge und eitel, אשה יראת ה׳ היא תתהלל jedoch eine goltesfürchtige Frau mag fich ihrer rühmen, wenn fie gleich Sara in Schönheit und Anmut ihre Unfchuld fich zu bewahren verlieht. Und wenn der Mann in feiner öffentlichen Wirkfamkeit, wenn die Rinder, die fie für Gott und Thora erzogen, ihr dankbar huldigende Anerkennung zollen, dann gehört die Anmut und die Schönheit, die fie zierten, nicht weniger zu der ״Frucht ihrer Hände״ die bei aller ftillen, befcheidenen Zurückgezogenheit die weitreichende Wirkung erklärt, die von einer folchen Biederfrau auszugehen vermag. Was von der jüdifchen Frau getagt ift, gilt nicht weniger, meinen die Weifen, von den Männern: was nützt alle Schönheit und Anmut, wenn fie nicht ״der Welt״ zugute kommt. Der erfte Menfch, unmittelbar aus Gottes Hand hervorgegangen, war gewiß fchön, von unendlicher Schönheit, und doch vermochte er nicht einmal feine Frau vor der Sünde zu bewahren; Noach eignete Anmut, aber fie kam feinen Zeitgenoffen nicht zugute. — Solche Schönheit und Anmut ward nicht den Zielen gerecht, für die fie verliehen wurde. Erft wenn die ״Gottesfurcht“, wie bei Mofche, die Mitwelt zu gleichem Streben zu gewinnen verfteht, gehört Anmut und Schönheit zu den Gütern, die ihren Träger adeln und fein Charakterbild vollenden. ״ מפרי כפיד, נטע כרםVon der Frucht ihrer Hände pflanzte fie einen Weinberg״ heißt es im Hohelied der jüdifchen Frau. Die Weifen denken dabei an das Haus Israel, das כי כרם ה׳ צבאות בית ישראל (Jef. 5) Gottes Weinberg genannt wird, נטע ift נטע : קרי וכתיב

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