Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 303 (sequence 53)
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m Üngehorsamö nicht bewußt ist. Die gemeinsame Geltungsgrundlage ist also der erste Abschnitt von שפטים. Der gleiche Terminus מדברי סופרים או דרבנן hat aber auch einen klaren Sinn. Wir erkannten ja bereits, daß רמב״ם nach dem Subjekt der Gesetzesgruppe wertet. Für I und II ist Gott das Subjekt; für Gruppe III und IV aber die סופרים oder דרבנן. Das Gesetz mag und wird meist das vom Thoratext gemeinte sein. Aber seine Verbindlichkeit dankt er nur der Autorität der חכמים. Sie sind der verantwortliche Autor beider Gruppen; der Unterschied liegt in der Methode, nach der die חכמים die Gesetze schaffen; das eine Mal ist es Deduktion, das andere Mal freie Schöpfung, die in den Richtlinien der Thora ihre alleinige Grenze hat. (So wie etwa הלוית המת u. ä. nach 1רמב״ם in ואהבת לרעך כמוך enthalten ist.) In beiden Fällen aber sind sie die Träger des Gesetzes. Die Gruppen unterscheiden sich nur mehr in Einzelheiten: Strafmaß und Zweifelsfall; aber nicht mehr prinzipiell. Ist ja die Dignität der vierten Gruppe in einer Beziehung sogar eine höhere als die der dritten Gruppe. Beide Gruppen unterstehen dem לאו von לא תסור, das bloß aus^ dem formalen Grunde keine Strafen nach sich zieht: 2שניתן לאזהרת מיתת ב״ד. Das wesentliche Kriterium von נפלה בהן מחלקת gilt für beide. Wenngleich nicht bestritten werden soll, daß die דברים שהוציאו höher stehen als die דרבנן, so gilt doch, daß die דברים שהוציאו den דרבנן näherstehen, als den פירושים מקובלים. Anders זרמב״ן Nach ihm bezieht sich das Verbot לא תסור gar nicht auf die דרבנן, vielmehr nur auf die פירושים המקובלים ודברים שהוציאו, die nach ihm ja nicht grundsätzlich zu scheiden sind.3 Es ergibt sich also, daß nach רמב״ם der Einschnitt zwischen II und III zu machen ist, während nach רמבץ diese gar nicht scharf genug zu scheiden sind, der Einschnitt also hinter III liegt. Zur Vervollständigung der Darstellung ist die Erwähnung eines Gesichtspunktes notwendig. Die Grundlage der תשביפ ist die נבואת משה רבנו. Damit ist die תשב״ם über die נבואה hinausgehoben, geht sie ihren eigenen Weg und hat die נבואה keinen Einfluß auf die Halachah. Eines der Hauptanliegen der Einleitung zum M. K. ist diese Scheidung zwischen נבואה und M. L. Auch diese führt auf den Gedanken zurück, daß es רמב״ם auf die Klärung des Offenbarungsbegriffs für die תשב״פ ankam. Daß רמבץ mit vielem Material sich gegen eine scharfe 1 הל׳ ממרים פ׳א ה״ב 2 םה״מ שרש ב׳ 3 /דפןב*ן ר״פ שבטים וגם םה״מ שרש א