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Nahalat tsevi · 1937-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1937) · p. Seite 298

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 10-12 (Juli 1937)
Date
1937-07-01
Page
Seite 298 (sequence 48)
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298 Mit diesem Gedanken sind die Haupts chwierigkeiten beseitigt. רמב״ן hat den רמב״ם mißverstanden. Der Terminus דרבנן betrifft nicht den Geltungswert, wie er sich etwa im Strafmaß oder in der Beurteiluug des Zweifelfalles ausdrückt: ספק דאורייתא לחמרא וסדר לקולא. Der Terminus betrifft vielmehr vornehmlich, oder wie manche glauben, ausschließlich die Zählung der 613. Hierfür kommt es darauf an, was ausdrücklich steht. Ausdrücklich steht entweder das, was der klare פשט zeigt, oder was der פירוש המקובל meint, der eben besagt, daß etwa עין תחת עין nur scheinbar ״Auge um Auge“ heißt, in der Tat aber gleich mit der Interpretation ממון dem משה mitgeteilt wurde. Somit ist auch der Ausdruck קידושי כסף מדברי סופרים durchaus sinnvoll. Es ergibt sich, daß der Ausdruck מד״ס im Munde des רמב״ם stets zweideutig ist; von den Rabbinen erkannt oder von den Rabbinen eingesetzt. Zum Beweis dient der Wortlaut des שרש שני. In der Tat ist dann מדרבנן die Antithese zu פירוש מקובל; denn unter מדרבנן ist die dritte Gruppe gemeint. Noch andere stringente Beweise werden im זהר הרקיע beigebracht, und die These wird auch von מגלת אסתר aufgenommen und auch von מהרי״צ חיות anerkannt. Wenn Halevy diese Interpretation für neu hält,1 ומבואר ההיפך ממה שחשבו עד היום so ist mir dies unverstündlich. Tatsächlich muß gelten, dieser רמב״ם ist nicht mehr ״harb“, er wurde von einem ראשון endgültig gelöst. Besteht nun demnach zwischen רמב״ם und רמב״ן keine Meinungs- Verschiedenheit mehr? War alles nur ein Mißverständnis? Halevy glaubt, der Streit ginge immerhin noch — aber nur noch — um die Zählung der 613. Hiergegen polemisiert Dr. M. Auerbach.2 Auerbach hält folgenden Streitpunkt aufrecht: Gilt der durchschnittliehe halachische Drasch als דאוריית׳ oder דרבנן? Über Kriterien können ja im Einzelfall Differenzen bestehen, wie ja überhaupt in der Erkenntnis der talmudischen Auffassung. Tatsächlich führt Halevy mehrere Fälle an, die רמב״ם als thoraitisch, רמב׳ין als rabbinisch bezeichnet. Es wächst sich die grundlegende Meinungsverschiedenheit nicht in großer Tragweite aus. Immerhin sie besteht. Diese Auffassung in der Auerbachschen Formulierung ist mir rätselhaft; תשב״צ hat doch nachgewiesen, und Halevy hat es von sich aus erkannt, daß es hier gar nicht um דאורייתא und דרבנן geht, sondern um קבלה oder דברים שהוציאו, Tradition oder Deduktion. Auch ist der Auerbachs che Gedanke nicht in dem Sinn verwertbar, daß nach רמב״ן die durchschnittliche Draschah auf Tradition zurückgeht; 1 Bd. II S. 512. 2 Jeschur. Jahrg. 10.

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