Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 292 (sequence 42)
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292 mit Recht, Mofche Rabbenu diefer Bewährung? Und wenn dennoch feine Sehnfucht nach א י ging, fo galt feine Sehnfucht der Erfüllung der Mizwoih, die nur dort erfüllt werden konnten. — Unferen Vätern hatte Gott, fo fprechen wir in unferer Nachb’rocho, א׳י zum Belitz gegeben לאבל מפריה ולשבע מטובה, und erfehnen wir am Schluß den Wiederbefitz unteres Landes, fo erfüllt uns das Verlangen ונאכל מפריה ונשבע מטובה, um aber damit das Gelöbnis zu verbinden ונברכך עליה בקדשה ובטהרה: feine Güterfülle aufzugreifen, um Gott mit einem Leben der Heiligkeit und Reinheit zu fegnen. Hat fchon nach dem Gefagten untere n^-Faffung ihre volle Berechtigung, fo gewinnt fie noch erhöhte Bedeutung, wenn wir fie uns in ihrem Wortlaut näher vergegenwärtigen: רחם ה׳ אלקינו על ישראל עמך ועל ירושלים עירך ועל ציון משכן כבודך ועל מזבחך ועל היכלך ובנה ירושלים עיר הקדש במהרה בימנו והעלנו לתוכה ושמחנו. בבנינה ונאכל ״ מפריה ונשבע מטובה ונברכך עליה בקדשה ובטהרהErbarme dich, Gott unter Gott, über dein Volk Ifrael, über Jerufcholaim deine Stadt, und über Zion, die Stätte deiner Heiligkeit, über deinen Altar und über deinen Tempel, und erbaue Jerufcholaim, die heilige Stadt, bald in unferen Tagen, und führe uns zu ihr hinauf und erfreue uns, an ihrem Bau, wir möchten von ihrer Frucht effen und uns an ihrem Guten fähigen und wollen dich darob fegnen in Heiligkeit und Reinheit״. Erbaue Jerufchalaim, die heilige Stadt, und führe uns zu ihr hinauf: ונאכל מפריה וכר bezieht fich auf Jerufchalaim. die heilige Stadt, nach deren Fruchtreichtum und Guten unfere Sehnfucht geht. Dann aber iß es eine Sehnfucht, von deren Wahrhaftigkeit unfere Erlöfung und Heimkehr bedingt iß. Denn es iß nicht die Sehnfucht nach irdifcher Güterfülle, die uns א״י teuer macht, vielmehr die Sehnfucht nach jenen Lebenswerten, die allein in Jerufchalaim, auf ״Zions Höhe" unfer harren. Eine Sehnfucht, der Jirmeja (Kap. 31) ergreifenden Ausdruck geliehen: fein prophetifches Auge erlebt die Auferßehung der verfchollenen zehn Stämme, der ״Trunkenen Ephraims" wie fie Jefaja (K. 28) in erfchütterndem Schmerze gekennzeichnet, die einß ״überwältigt vom Weine", geknechtet von Güterfülle, alles adelnden göttlichen Schmuckes jämmerlich beraubt, dem von Gott gefandten Zeitenßurm zum Opfer fielen — nun kehren fie heim, ״unter Tränen kehren fie heim, unter Flehen bringe ich fie heim, führe fie an Wafferbächen entlang, auf geradem Wege, auf dem fie nicht mehr ftraucheln. denn wieder bin ich Ifrael zum Vater geworden und Ephraim iß mein