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Nahalat tsevi · 1937-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1937) · p. Seite 284

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 10-12 (Juli 1937)
Date
1937-07-01
Page
Seite 284 (sequence 34)
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— er war Fleifchhaüer — war nicht danach angetan, dab es ihm in den Sinn kommen konnte, aus feinem Sohne einen jüdifchen Gelehrten zu machen. Zudem lebte er mit feiner tapferen Frau in fehr befcheidenen, faft ärmlichen Verhältniffen. Eine gediegene jüdifche Bildung feinem Sohne zu־ geben, war er nicht in der Lage. Worauf beide Eltern mit Recht ftolz waren, das war ihre Abftammung. Der Vater wies mit Stolz auf feinen aus dem Mährifchen flammenden Ahnherrn, Rabbi Zewi Hirfch Afchkenafi, den Verfaffer des חכם צבי, die Mutter wiederum auf den unglücklichen Frankfurter Rabbiner Naftali Koben. Rabbi Naftali Kohens Grobvater war nachweislich im Mährifchen Rabbiner. — 1758, in feinem fünften Lebensjahre, brachte ihn feine energifche fromme Mutter nach Nikolsburg zu ihrer Mutter Rebekka, die dort als Witwe in fehr kümmerlichen Verhältniffen lebte. Die Talmudthorafchule in Nikolsburg, die für ärmere jüdifche Kinder beftimmt war, deren Eltern nicht in der Lage waren, ihren Kindern einen Privatlehrer zu halten, nahm den Knaben als Schüler auf. Schon nach kurzer Zeit konnten die Lehrer der Talmudthorafchule dem hochherzigen Vorfteher des Talmudthoravereins, Gabriel Markbreiier, von der ungewöhnlichen Begabung des neuen Schülers ihrer Anftalt berichten. In der Lebensbefchreibung Mordechai Benets verdient Gabriel Markbreiter einen Ehrenplatz, ihm verdanken wir es, dab aus dem armen hochbegabten, lernbegierigen Knaben Mordechai eine Grobe erften Ranges geworden ift. Bei jedem entfcheidenden Lebensfehritt Mordechai Benets flohen wir auf den menfchlich fo gütigen Marktbreiter. - 1763 ift Mordechai 10 Jahre alt geworden. Er hatte lieh bereits eine folche Wiffensfülle auf falmudifchem Gebiete angeeignet, dab er fähig war, jede talmudifche Hochfchule mit Erfolg zu befuchen. Wiederum ift es Markbreiter, der dafür forgt, dab Mordechai nach'Öitingen in Bayern überfiedelt, da in Nikolsburg felbft eine Jefchiwa unter dem damaligen Landesrabbiner Gerfon Pölitz nicht vorhanden war. Rabbiner in Otlingen war damals der Schwager Markbreiters, Rabbi Jacob Pinchas Katzenelenbogen. Der Name Katzenelenbogen ift einem kleinen Flecken im Regierungsbezirk Wiesbaden entlehnt. Die Familie Katzenelenbogen hat dem jüdifchen Volke überragende Talmudgelehrte gefchenkt, die heute noch von allen Kundigen mit gröbter Achtung genannt werden. Der מהרים מפדובא ift in Katzenelenbogen 1482 geboren und ift das Oberhaupt der berühmten Familie. Auch der legendäre polnifche Eintagskönig Schaul Wahl ift in Padua

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