Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 276 (sequence 26)
- Belongs to
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gebieierifche Pflidit, wenn Gottgewolltes Licht unsere Häuser und unser Leben füllen soll. ויצא קין מלפני ה׳ Als Kajin von Gott fchied, erzählen die Weisen (yd), begegnete ihm אדם הראשון; auf dessen Frage, was Gottes Gericht über ihn verhängt habe, erwiderte Kajin: עשיתי תשובה ונתפשרתי עם קוני ich habe ״Tefchuwo getan" und mich mit meinem Schöpfer verglichen. Als dies אדהר hörte, fchlug er die Hände zusammen und fprach: so grob ist die Kraft der Tefchuwo, das habe ich nicht gewubi! und alsbald stimmte er dem Schabbos das Lied an מזמור שיר ליום השבת! Auch die ernsteste Tefchuwo mübte an dem Fluch einer fchuldbeladenen Vergangenheit fcheiiern. Denn wer fchützt die Zukunft vor den unseligen Folgen einer vergifteten Vergangenheit! Gott aber verheibt כפרה, seine Schöpferallmacht vermag über unsere Vergangenheit die sühnende ״,Decke" zu breiten. Gott übernimmt unsere Vergangenheit, an uns liegt es, unsere Zukunft neu vor Gott aufzubauen. Das ist die פשרה der ״Vergleich", der bei jeder ernsten Tefchuwoh zwifchen uns und Gott fich vollzieht. Als אד־הר davon erfuhr und ihm damit die Tefchuwo als Gnadengefchenk göttlicher Schöpferallmacht fich erwies, stimmte er dem Schabbos das Lied an - denn ohne den Schabbos, der uns den in Freiheit über seiner Schöpfung stehenden Gott verbrieft, gäbe es keine כפרה und damit auch keine Tefchuwo. '״ ארהץ בנקיון כפי ואסבבד. את מזבחך דיln Reinheit wafche ich meine Hände, wenn ich in den Umkreis deines Altares, Gott, treten will.״ (Pf. 26). - אמר דוד אני מקיים לולב הגזול פסול David wollte damit sagen: ich lebe nach der Lehre: ein gestohlenes Lulaw kann zur Mizwa nicht verwandt werden (מדרש תהלים). Hände wollen rein gewafchen werden. Was aber will sagen: ich wafche meine Hände in Reinheit? Eine ernste Tefchuwo-Mahnung. Der gröbte Feind jeder Selbstbefinnung ist Selbsttäufchung, die das Unrecht befchönigt, nicht als Unrecht gelten lassen will oder als Mittel zum guten Zweck rechtfertigt. Eine solche Einstellung möchte die Hände rein wafchen, ohne den Schmutz entfernen zu müssen. Die Hände aber werden nur rein, wenn fie ״in Reinheit" gewafchen werden, das als fchmutzig erkannt wird, was fchmutzig ist, und nur das als rein gilt, was eben rein ist, in der Erkenntnis, dab an einem gestohlenen Lulaw der Schmutz des Diebstahls haften bleibt, auch