Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1937-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1937) · p. Seite 265

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 10-12 (Juli 1937)
Date
1937-07-01
Page
Seite 265 (sequence 15)
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2551369-2551418-2551423--2691-2554219
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

leicht würde der gute Geist Josuas über diesem Versuch schweben (Jos. 24/15) der nach Erstellung des jüdischen Staates das ganze jüdische Volk vor dieselbe Entscheidung stellte. Wer aber kann das Glück, die Heiligkeit und Seeligkeit des Augenblicks ermessen, da das ganze Volk Israel sich zum freudigen Ja bekannte! Müßte nicht der Berg Karmel, der ja, wie man liestp in das Gebiet des jüdischen Territoriums einbezogen werden soll, ein ewig beredter Zeuge des Tages sein, an dem Israel vor die freie Wahl zwischen Schechina und — Baal gestellt ward? Nicht uns, der jüdischen Gesamtheit sind wir es schuldig, diesen Versuch zu machen. Schließlich aber müßte dann der Mandatarmacht und dem Völkerbund, wenn dieser Versuch gelingt, im Namen der gesamten Judenheit, wenn nicht, dann im Namen der Orthodoxie an der Hand der Bibel, ihrer Mahnungen und Verheißungen die Bitte vorgetragen werden, das jüdische Staatswesen so zu erstellen, wie es einst Kyros getan (״hinaufziehen soll, wer im Herzen hat, seinem Gott ein Heiligtum zu errichten“). Es wäre diese Forderung nicht ohne Vorgang; denn auch bei Begründung des Irakstaates wurde Einfluß auf die Verfassung dieses Staates genommen. Mit zielbewußter Beschreitung dieser drei Wege, als ein Ganzes betrachtet, wird die Orthodoxie der Forderung des Augenblickes gerecht. Sollte aber, was Gott verhüten möge, dieses Ziel nicht erreicht werden, dann wäre die Orthodoxie, dann wäre der Rabbinische Rat in Marienbad vor die bittere und grausame Not- Wendigkeit gestellt, zu entscheiden, ob in einem gottesfernen ״jüdischen?“ Staat für gottgläubige Menschen Platz wäre. — Ein Unkenruf? nein, wirklich nicht. Nur ein ernster Nachhall all der Stunden, in denen wir betend flüstern: Laß Deine Schechina heimkehren nach Zion. P. K. Der jüdifche Staat. Von Dr. Isaac Breuer. I. ״Wer ist weise? Wer das Werdende sieht.“ Schwerlich sollte diese Antwort Weisheit nur dem zuerkennen, der die pro-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.