Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 264 (sequence 14)
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264 len und daraus allein die Normen für sein Tun abzuleiten. Hier aber muß das Gebiet der Idee verlassen werden, da״ mit man sich auf den Boden der Tatsache stelle. Es scheint ja kaum, daß der Judenheit wirksame Gelegenheit geboten ist, den Peelschen Vorschlag zu bejahen oder zu verneinen. Wenn schon bisher die Aguda versucht hat, den Wiederaufbau Palästinas zu einem religiösen Werk zu gestalten, so ist jetzt diese Aufgabe ins Riesengroße gewachsen. Warum es leugnen? Die Bedeutung die־ ses Verlustes ist von den Wenigsten nur erkannt und gewürdigt worden. Fast alles fand sich vereinigt, um das materielle Galuth zu mindern, und man verlangte schlechthin für die Minderung des Galuth Schechina ein Moratorium. Menschen, auch große Menschen, glaubten für das Moratorium eintreten zu müssen. Nun aber, und das ist wohl der Sinn aller Darlegungen und Forderungen von Herrn Dr. Isaak Breuer נ״י, nun gilt es, auch wieder einmal an das Galuth Schechina zu denken. In dreifacher Weise muß diesem Gedanken Leben eingehaucht werden. In erster Reihe muß es in das Bewußtsein der Orthodoxie eingehämmert werden, daß jetzt vielleicht ihre geschichtliche Stunde gekommen ist. Sie hat bisher versagt, versagt mit jedem Pfennig, den sie für Bestrebungen gegeben hat, welche Galuth Schechina vergessen und vergrößert haben, mit dem sie geholfen hat, heiliges Land zu säcularisieren. Sie hat versagt, indem sie gegenüber den Bitten und Forderungen der Agudah taubes Ohr lieh. Sie hat vor allen Dingen darin versagt, daß ihr der Glaube an sich selbst, an die Möglichkeit des Gelingens fehlte. Dann aber müßte sich in zweiter Reihe, in sich erstarkt und mit größter Opferfreudigkeit erfüllt, die Orthodoxie an die gottesfernen Kreise der Judenheit wenden. Sie müßten mit der Zunge der Propheten sprechen, die bei dem Aufbau des zweiten Tempels das Volk ergriffen, sie müßte mit dem Griffel eines Esra und Nehemia zu schreiben lernen. Sie müßte der gesamten Judenheit die große Glücksmöglichkeit schildern, die darin läge, wenn in dem jüdischen Staatswesen der Schechina, dem wortumschlossenen Wollen des Allmächtigen der erste Platz eingeräumt würde. Es müßte in Marienbad beschlossen werden, die Judenheit insgesamt in die Notwendigkeit zu versetzen, hier ein klares, kompromißloses Ja oder Nein zu sagen. So würde jene Szene sich wiederholen, welche der Simai-Stunde vorausging, Viel-