Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 263 (sequence 13)
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263 in dieser kurzen Periode ein für allemal ein Ende bereitet und ein Prophet Haggai konnte mit Erfolg die Wiederherstellung eines Heiligtums als Symbol der ״Rückkehr der Schechina“ in den Mittelpunkt alles Wollens der Heimkehrer zu stellen versuchen. Hingegen war allen auf Beendung des materiellen Galuth gerichteten Unternehmungen von Bar Kochba an der Erfolg versagt. Unter diesen Gesichtspunkten wollen die Ereignisse, deren Miterleber (ob wohl auch die Gestalter??) wir sind, betrachtet und bewertet werden. Noch weiß man ja nicht, was man in! London und Genf aus dem Vorschlag der Royal Commission machen wird; und vielleicht ist es weniger schwer, zu der Idee, als zu der Tatsache Stellung zu nehmen. Es ist begreiflich, daß diese Idee eines jüdischen Staatswesens, einerlei, wie die Grenzen der Selbständigkeit dieses Staates gesteckt werden, alle Kreise innerhalb der Judenheit mächtig ergreift. Es ist begreiflich, wenn das Gemüt in seinen Tiefen aufgewühlt wird. Und mit Jesaia fragen die einen zitternd ״was wird aus diesem Tag werden?“ Und wie ein Unkenruf erscheint es den meisten, wenn etwa der eine oder andere flüstert, was wird aus dieser Nacht werden. König David würde ant- Worten, ein Tag ist es, wenn Ihr meine Stimme vernehmet היום אם בקולי תשמעו (Ps. 95, 7); da forscht und grübelt man in den Büchern der Propheten und ihrer Erklärer in alten vergilbten Rollen, ob nicht vielleicht messianische Zeit anhebt. Man findet manche Begleiterscheinung zur Tat geworden, welche alte Kunde als Zeichen einer solchen Zeit meldet. Daraus aber erwächst die Gefahr, die sich im Laufe der jüdischen Geschichte so oft wiederholt hat, die Gefahr, sei der Ausdruck gestattet, der Säcularisierung, der Verweltlichung des Messiasgedankens. Vielleicht aber, wir wollen auch das zugestehen, vielleicht ist es minder schwer, in der Wüste zu predigen, als angesichts einer Oase. Wer mag es Verdurstenden verargen, wenn sie angesichts einer Luftspiegelung oder der Wirklichkeit einer Quellnähe; jeder Mahnung, vorsichtig zu sein, den Rücken kehren? Und ist es nicht wirklich fast lächerlich, jetzt mit Worten zu kramen, da alles nach einer lebendigen Tat ruft? Aber von einer Tat wollen wir ja eben sprechen, von dem Entschluß, all die Geschehnisse und Ereignisse ausschließlich vom Standpunkt der Galuth Schechina auch betrachten zu wol- ^- ■־.־.;= --