Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 262 (sequence 12)
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262 Tagesopfers wartend, und Jissroel Heiligtumsdiener in zahlreicher Schar den Altar umstehend, gerüflet zum Weihedienft des Tages. ״Leuchtet es fchon um Chewraun?" rief der ordnende Priefter, und wenn ״Ja״ von den Zinnen des Tempels tönte, hieb er das Lamm zum Tagesopfer herbeiführen26), deffen Anordnung du hier in dem Thaurohabfchnitte liefeft. Also im Mikdofch. בזמן שאין בה״ם קיים מה תהא עליהם? אמר לו (הב״ה לאברהם) כבר הקדמתי להם סדר הקדמות, כל זמן שעוסקין בהן מעלה אני עליהם כאלו הקריבום לפני• Die Forderung des Tages. Von verschiedenen Seiten aus hat man versucht, dem Sinn der jüdischen Geschichte näher zu kommen. Der Versuch verspricht einen um so größeren Erfolg, je klarer man sich über das Ziel ist. Wohl am klarsten hat dies der Prophet Secharjahu (XIV/9) gekennzeichnet, wenn er von dem Tag spricht, an wel״ ehern die Ewigkeit des Allmächtigen in all seinen Beziehungen zur Welt erkannt und den Menschen insgesamt zur Richtschnur des Wollens und Handelns geworden ist. Einmal aber glaubte man dem Ziele sehr nahe zu sein; das war bei der Einweihung des ersten Tempels. Es war ein Traum. Aber seitdem ist dieser Tempel, die Gedanken, die er erweckte, die Hoffnungen, die sich an ihm emporrankten, der farbenfrohe Hintergrund geblieben, auf den der wirklich jüdische Geschichtsforscher immer wieder blickt, wenn er in das Dunkel der Gegenwart und Zukunft einzudringen versucht. Seit der Zerstörung des Tempels beginnt die Geschichtsperiode, in deren Entfaltung wir jetzt noch stehen, denn damals begann auch der Zustand, den unsere Weisen s. A. mit Galuth Schechina bezeichnen, eine Exilierung des Allmächtigen, wenn der Ausdruck gestattet ist. Damals begann auch eine Zweiteilung der geschichtlichen Bestrebungen innerhalb der Judenheit. Auf der einen Seite war man bestrebt, das materielle Galuth zu mindern, auf der andern Seite bemühte man sich, für den Einfluß des Allmächtigen auf die Gestaltung der Geschichte größere Empfänglichkeit zu schaffen und das Galuth Schechina zum Schwinden zu bringen. Man hatte da ein treffliches Vorbild, denn im ersten, dem sogenannten babylonischen Exil war das Werk gelungen; denn der Entartung zum Götzendienst wurde רזמיד פ׳ א-ג׳(26