Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 337 (sequence 63)
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237 Argument für die Anfechtbarkeit eruierter Halachoth die betreffenden talmudischen Formeln bringt — במאי קא מיפלגי — מאי טעמא וכ׳ — geht hieraus eindeutig seine Auffassung hervor, daß die meisten thoraitischen Halachoth eruiert sind, also der Diskussion unterliegen. Ausdrücklich äußert dies רמב״ם im ספר המצוות mit Bezugnahme auf die Einleitung zum Mischnah-Kommentar בבר ביארנו בפתיחת חבורנו בפירוש המשנה שרוב דיני התורה יצאו בי״ג מדות שהתורה נדרשת בהם וב׳ Zur Auswertung der Systematik ist aus Einleitung zum M. K. vor allem der Hinweis auf die Unterschiede in der Anfechtbarkeit zu entnehmen. לא נפלה בה מחלקת oder נפלה בה מחלקת, diese Frage scheint eines der wesentlichsten Anliegen der Systematik der Einleitung zum M. K. zu sein. Daraus ergibt sich aber bereits ein Wertunterschied zwischen den beiden ersten Gruppen und der dritten Gruppe, da das wichtigste Unterscheidungsmerkmal seiner starken Hervorhebung nach durchaus keine bewertungsfreie Fest- Stellung bedeutet, der tiefere Sinn dieses Wertunterschiedes wird noch klarzustellen sein. Auf ein Moment sei jedoch schon hier hingewiesen. Die vierte und fünfte Gruppe behandeln rabbanitische Gesetze. Die letzte Gruppe sind die תקנות, von denen gesagt wird, שאין בם תוספת במצוד. ולא גרעין, die also als der vorigen Gruppe nicht gleichwertig betrachtet wird, wenngleich auch sie verbindlich ist. Auch wird hier über die Möglichkeit von מחלקת nichts mehr ausgesagt. Jedoch die vierte Gruppe הנזירית שתקנו הנביאים והחכמים בכל דור ודור wird mit größerer Energie in ihrer Verbindlichkeit dargestellt, und es wird ausgesprochen, daß מחלקת möglich sind. Wollten wir nach diesem Merkmal bewerten, so ergäbe sich das Schema: Gruppe I und II sind über מחלקת erhaben, III und IV unterliegen der Möglichkeit der מחלקת, Gruppe V steht sozusagen unter dieser Möglichkeit. Nach diesem Wertmaß würden also eruierte und rabbinische Gesetze auf einer Stufe stehen. Zum Wertunterschied zwischen den beiden ersten Gruppen kann hier nur angenommen werden, daß es einen solchen gibt. Wozu sonst die scharfe Unterscheidung! Weiterhin ist zum Terminus פירושים מקובלים der ersten Gruppen zu ergänzen,־ daß etwa für עין תחת עין der פירוש המקובל lautet: Schadenersatz• daß aber über die Art der Ableitung des פירוש מקובל aus der Schrift noch schöpferische Handhabung der מצות und סברא notwendig ist. פירוש מקובל ist nicht balachische Exegese, sondern Halachah, für die es eine Exegese gibt, der פירוש מקובל fordert Exegese, ist aber selbst noch nicht Exegese. Die zweite Hauptquelle über Rambams Meinung über die