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Nahalat tsevi · 1937-04-01 · Heft 7-9 (April 1937) · p. Seite 335

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 7-9 (April 1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 335 (sequence 61)
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235 pieren ist. — Es sei hier von den evtl, als sinaitiseh geltenden Halachoth, die ohne Terminus הללמ׳־מ und ohne Schriftvers vorkommen, nicht die Rede. — Die Entscheidung in dieser Frage ist davon abhängig, ob der Gebrauch der Deutungsregeln nur dem normalen Sanhedrin gestattet war oder auch jeder späteren Instanz, oder gar jedem Tannaiten. Hierüber findet sich ein Streit zwischen Malbim und Halevy. An sich gehört diese Frage entweder zur Halacha über die Befugnisse eines Galuth-Sanhedrin oder zur historischen Problematik, wie lange das Recht zur Anwendung der י״ג מדות galt. Für die systematische Problematik, in der wir hier stehen, ist diese Kontroverse nur deshalb belangvoll, weil hiervon der Entscheid über die Mehrzahl der Draschoth scheinbar abhängig ist. Nach Malbim wäre die Mehrzahl der thoraitischen Halachoth durch den Drasch entstanden, da die meisten solcher Halachoth uns als Draschoth vorliegen. Nach Halevy wäre die Mehrzahl zumindest nicht auf die begründeten Draschoth zurückzuführen. Da indes auch nach Halevy wohl die meisten thoraitischen Halachoth nachsinaitisch sind, und zwar vom späteren Sanhedrin eruiert wurden, wie רמב״ם auch an verschiedenen Stellen1 ausdrücklich bemerkt, so steht wohl 2מנחת חנוך mit seiner abweichenden Meinung allein. Wir kämen also zu dem Ergebnis, daß der eruierte Teil der M. L. nach allgemeiner Auffassung der größte ist. Wie diese Feststellung von רמב״ם systematisch gewertet wird, ist das Problem des zweiten Teiles dieses Referates. Bevor jedoch diese Erörterung begonnen wird, sei noch bemerkt, daß diese Feststellung — wie מנחת חנוך auch schon zeigt — halachische Grenzen hat. I) Eine halaehische Konsequenz stellt רמב״ם bereits im מרק החלק dar. Wer eine tradierte Halachah bestreitet, gilt als אפיקורס, wer eine eruierte bestreitet als זקן ממרא. Das Todesurteil gilt für ihn nur unter gewissen Kautelen, es muß ein דבר מביא לידי כרת sein u. a.3 Ob diese Meinung unumstritten ist, bleibt zunächst dahingestellt. II) Ein Schwur, der eine tradierte Halachah betrifft, ist ein שבועת שוא; betrifft er eine eruierte Halachah — etwa nach ד יוחנן einen שיעור כל שהוא — ist er gültig.3 III) Bei eruierten Halachoth darf jedes normale Sanhedrin gegen voraufgegangene seine Meinung durchsetzen, unabhängig von der Bedeutsamkeit der Synhedrialmitglieder und der Schülerzahl, während tradierte Halachoth gar nicht erst einer Diskussion unterliegen.4 Es ist demnach nicht zutreffend, wenn Halevy seine Kühnheit gegenüber ראשונים zuweilen damit 1 z. B.2 םה״מ שלש ב׳ zu Anfang פ*ה מהל׳ תשובה ל״ח 3 שופטים 3)פ״ב מהל׳ ממרים ף הל׳ שבועות פ״ה ה״ז

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