Mannheim
Compact Memory

Nahalat tsevi · 1937-04-01 · Heft 7-9 (April 1937) · p. Seite 333

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 7-9 (April 1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 333 (sequence 59)
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2551369-2551418-2551422--2654-2554181
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

am Sinai gegeben wurden, ob Teile der תשב״פ schon vorher mitgeteilt wurden und ob im Verlauf der 40 Jahre Doch wesentliche Teile hinzukamen. Hierbei ist — wie im ganzen Referat, soweit nicht ausdrücklich Gegenteiliges bemerkt wird — unter תשב״פ nur der Komplex derHalachah verstanden, der als thoraitisch zu gelten hat. Zu diesem Teile ist nach dem Tode von משה grundsätzlich Neues nicht mehr hinzugetreten. Von hier aus geht die historische Problematik in die Frage über: Wie wurde die תשב״ם tradiert und entwickelt? Es geht um die Frage nach der Gesch. der Form der תשב״ם, — wie sie von Hoffmann in der משנה הראשונה und bei Halevy in anderer Weise erörtert wird — und um die Frage nach der Geschichte der Interpretation des überlieferten Traditionsstoffes. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Erforschung der Namen der Tradenten, um die sich ja auch ומב״ם in der Einleitung zum יד החזקה bemüht. Neben die ausgedehnte historische Problematik tritt die systematische. Sie fragt nicht mehr nach der Chronologie der Entstehung, sondern nach dem Ursprung des Traditionsstoffes und nach dem Geltungsgrund der תשב״פ♦ Hier gilt es zu erkennen, inwieweit der Inhalt der M. L. explicite bereits am Sinai offenbart wurde und inwieweit seine Eruierung späteren Zeiten überlassen wurde und ob und evtl, was für ein Unterschied zwischen Offenhartem und Eruiertem besteht. Die Methoden der Eruierung sind zu prüfen. Im Mittelpunkt des methodischen Problems steht die Frage nach dem halachischen Drasch. Das andere Gebiet der systematischen Problematik ist die Frage nach dem Geltungsgrund und Geltungswert der M. L. Für den offenbarten Teil kann zwar die Frage nach dem Geltungsgrund nicht bestehen, höchstens als Frage nach der Verpflichtungskraft der Tradition. Aber ob im Geltuugswert, etwa im Strafmaß u. dergl., zwischen schriftlicher und mündlicher Lehre Unterschiede bestehen, ist auch für das Geoffenbarte problematisch. In Bezug auf das Eruierte besteht aber gewiß eine Pflicht zur Erforschung des Geltungsgrundes. Indem hier ein Querschnitt durch die systematische Problematik versucht wird, soll der halachische Drasch als Ausgangspunkt dienen. Der halachische Drasch ist die Methode, nach der als thoraitisch geltende Halachoth mit dem Schriftvers verbunden werden. Als Beispiel diene der Drasch, der das Gebot, das Leder der תפילין nur aus der Haut solcher Tiere herzustellen, die zum Genuß erlaubt sind, aus der Stelle herleitet: למען תהיה תורת ד בפיך מן.המותר בפיך• Was ist nun der Sinn solcher Verknüpfung von Vers

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.