Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 7-9 (April 1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 314 (sequence 40)
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sich der Mangel dokumentiert, der in den Vorwürfen לא האמנתם בי und לא קדשתם zum Ausdruck gebracht sei. Nachmanides und andere bestreiten die Richtigkeit der Annahme eines Zornzustandes. Welche andere Erklärungsmöglichkeit aber bietet sich zur psychologischen Erfassung der Lage dar? Daß bei der Redewendung שמעו נא המורים solche Erklärungsweise denkbar ist, ergibt sich aus der Auffassung verschiedener Kommentatoren. Mag von den in den Midraschwerken aufgezählten Bedeutungen — ״Toren“, ״Widerstrebende“, ״Lehrer (ihrer Lehrer)“ — diese oder jene gewählt werden, solche Worte können sicherlich auch aus dem Munde eines Mannes gehört werden, der niemals die Selbstbeherrschung verliert. Wie aber steht es mit dem Schlagen auf den Felsen? Nachdem Gott zu reden befohlen hatte, muß das Schlagen, wenn es anstelle der Rede treten sollte, nicht zum Rückschluß zwingen, es sei in Unbeherrschtheit, in starker Erregung geschehen? In dem von Sal. Buber herausgegebenen Midrasch Agodo (Wien 1874) wird gesagt: המן הסלע הזה לא הי' יודע איזה סלע לפי שבשעה שנסתרה הבאר הלכה הסלע וישבה לה בין הסלעים האחרים לקח משה המטה ונגע בסלע ויאמר מה אתם סבורים המן הסלע נוציא לכם מים והס היו סבורים לומר להם שיוציא להם מים מאותו סלע והוא לא אמר על דעתו לפי שאינו, מכירו כיון שהניח המטה על הסלע התחילה הסלע לטפטף מפני השם שהיה חקוק במטה כיון שראה משה שטפטפה חשב משה שהיא צריכה מכה במטה כמו שהי׳ מתחלה כמו שנאמר והכית בצור ויצאו ממנו מים מיד הרים משה את ידו והכה הסלע במטה פעמים ולמה הוצרך להכות אותו פעמים לפי שפעם ראשונה הוציאה דם ולפי שלא עשתה צוויו של מקום הכה פעם שנית כדי שתוציא מים ומפני כבודו של משה. Der Midrasch besagt, M. R. habe in größter Planmäßigkeit gehandelt: M. R. weiß nicht, welcher Felsen gemeint ist. Er berührt mit dem Stabe (auf dem der heilige Gottesname eingeprägt war) einen der Felsen — also er rührt an, aber schlägt nicht —. Nur tropfenweise sah man Wasser fließen. Darum überlegt M. R. und folgert, daß so wie einst beim Felsen in Refidim, so sei auch hier ein Schlagen notwendig. Als aber der Felsen noch immer nicht den Befehl Gottes ausführte, da schlägt M. R. ein zweites Mal. Kann oder muß gar auf Grund dieser Schilderung jemand auf ein unüberlegtes Zorneshandeln schließen? — Demnach ist selbst das Schlagen kein zwingendes Symptom für einen Zornzustand. Welche Zurückhaltung geboten ist, ehe ein Text in einem für M, R. unehrenhaften Sinn gedeutet wird, ergibt sich des weiteren daraus, daß selbst die Annahme auf schwankenden Füßen steht, M. R. habe nicht geredet, daß er es unversucht gelassen habe.